Free-kwan-zee

19. August 2007

Soo, ich bin wieder da. Eigentlich schon seit gestern, aber na ja, Müdigkeit nach teils schlaflosen Nächten und so. Frequency war eigentlich recht cool, das größte Problem war eigentlich, dass Tool abgesagt haben. :/

Aber alles der Reihe nach:
Am Mittwoch trafen wir uns am Bahnhof, Sebi, Ina, Betti und ich. Nadine tauchte irgendwie nicht auf, also setzten wir uns schon mal in den Zug in unsere reservierten Abteile – was sich also gute Idee herausstellte, denn die vielen Festivalbesucher waren schon jetzt nicht zu übersehen.
Nach einigen Anrufen und SMS fuhr der Zug dann ab – ohne Nadine, warum, weiß ich immer noch nicht.

Die Fahrt ging eigentlich schnell rum, zu viert passt das schon. :D Ansonsten gab’s noch ’ne Visions zu lesen, die uns noch einige einsame Stunden versüßen sollte. *hust* Angekommen sind wir dann so um 18 Uhr, auch dort war der Bahnhof rappelvoll. Also ging’s zuerst zum Burger King, dann zum Eurospar und anschließend zum Shuttlebus (oder auch „Schuttlebus“, wie man ihn in Salzburg schreibt…), die Fahrt war zwar holprig, aber schon in Ordnung. Schnell ging’s auch.

So, dann erst mal reingehen und einen Platz suchen – was nicht unbedingt einfach war, schließlich war schon jetzt fast alles voll. Sebi und Ina nahmen dann einen ziemlich nahe am Eingang, aber der Campingplatz war ohnehin in zwei Teile geteilt und so jeder einzelne nicht sonderlich groß.
Nach dem Aufbau des Zeltes war es schon recht dunkel und wir verbrachten den Abend im Grunde mit Blödlereien im Zelt bzw. Spaziergängen über den Zeltplatz.

Am nächsten Morgen dann der Schock: „Tool abgesagt – Sänger erkrankt!“. Damit war der Tag schon mal versaut, immerhin war das einer der Hauptgründe, weswegen Sebi, Ina und ich überhaupt hingefahren sind. Na ja, es ging trotzdem weiter und im Kerngelände wurde dafür erst mal jede Menge Gratiskram abgestaubt, T-Shirts, Feuerzeuge, Flip-Flops, Lanyards und das ganze Zeug. Dann ging’s damit noch mal zurück zum Zelt und anschließend zur Race Stage für Trail of Dead. Reviews dazu und zu allen anderen besuchten Konzerten gibt’s natürlich auf Insight the Outside. ;)
Danach gab’s die Eagles of Death Metal (mit meinem neuen Shirt!), sehr geil, leider hat die Betti gegen Ende einen Stagediver auf den Kopf bekommen. Bin dann mit ihr ins Zelt gegangen, da mich an dem Tag sowieso keine Band mehr interessierte – Sebi und Ina folgten auch bald, aber da haben wir schon geschlafen – leider nicht sonderlich gut, da sich irgendwelche Spasten einbilden mussten, um 3 Uhr in der Nacht vor unserem Zelt Fußball zu spielen, was natürlich nicht gerade leise von statten ging.
Ich meine, dass man sich keine Lammesstille auf einem Festival erwarten kann, ist mir schon bewusst, aber der Lärm war wirklich übertrieben. Lag aber bestimmt auch an dem Knotenpunkt, an welchem unser Zelt gelegen war. Nächstes Mal geht’s in die Tiefen des Zeltplatzes…

Am nächsten Morgen ging’s wegen der Hitze im Zelt wieder ziemlich früh auf die Beine, da man aber erst um 13 Uhr ins Kerngelände konnte, warteten wir eben wieder im Zelt bzw. besorgten uns Wasser und was zu essen. Dort streiften wir dann etwas herum, sahen uns die Verkaufsstände an und gingen dann zu Fotos, die recht nett waren. Wir saßen aber dennoch nur im Gras vor der Green Stage herum, hören und sehen konnte man aber dennoch gut. Während !!! sind wir dann aber gegangen, die waren auch etwas zu… seltsam. Ich meine, nichts gegen seltsame Musik, aber diese konnte nicht so richtig überzeugen. Na ja, anschließend standen Juliette and the Licks und danach MIA. auf dem Programm, auch nicht viel besser, aber Betti und ich verschwanden mittendrin ohnehin zu Jimmy Eat World. :D
Für die Beatsteaks setzten wir uns dann auf einen Hügel ins Gras, mittlerweile regnete es schon ziemlich heftig. Ja, Regen. Am ersten Tag noch Hitze, danach eigentlich nur noch schlechtes Wetter, leider, leider. Immerhin gab es aber eine große Videowall, mit der man sogar in die Zukunft sehen konnte! Soll heißen, die Bilder kamen immer schon ca. 1 Sekunde vor dem Ton an, warum, weiß ich nicht. Vor der Bühne war der Ton perfekt und so weit weg war die Videowall auch nicht. Na ja, vielleicht lag’s an den vorderen Boxen.
Betti blieb dann sitzen und ich verschwand zu den Nine Inch Nails, geplant war ja zuerst, in den Wavebreaker zu gehen, aber nix da – der war voll mit Ärzte-Fans, die den scheinbar schon stundenlang belagerten. Na ja, über das Konzert könnte ich mich stundenlang auslassen – nicht wegen der Performance, die war eigentlich recht cool, nein, es waren die nervenden Ärzte-Fans, die mich wütend machten und es immer noch tun. „Wir wollen die Ärzte sehen!“-Rufe während der ruhigen Lieder, gelangweilte Penner die nur herumsaßen (und das in den ersten Reihen) sowie fliegende Becher Richtung Bühne. Zum Glück waren um mich herum ein paar NIN-Fans, die mit mir abgingen, aber dass das reiner Zufall war, wurde mir schnell bewusst. Ich konnte den Amerikaner, der mit mir nach dem Konzert den Bühnenbereich verließ und wütend „Fucking germans, enjoy your german fucking band!“ rief, sehr gut verstehen. Auch wenn bestimmt nicht alle Ärzte-Fans dort so waren und die Band im Grunde nichts dafür kann, mag ich sie jetzt noch weniger. Die Hauptschuld liegt zudem auch bei den Veranstaltern, die sich einbildeten, NIN zwischen die Beatsteaks und Die Ärzte legen zu müssen. Dümmer geht’s kaum.

Wie auch immer, danach ging es zum Zelt (es war schon verdammt kalt), Sebi und Ina, die derweil bei Jan Delay waren, hielten es auch nicht länger aus und waren sogar schon dort. Ans Schlafen war aber dennoch nicht zu denken, denn statt fußballspielenden Halbwüchsigen durften wir diese Nacht zwei Besoffene ertragen, die Vodka im Gegenzug für irgendwelche Kunststückchen allen Vorbeigehenden anboten. Natürlich wieder einen Meter von unserem Zelt entfernt.

Freitags begann ähnlich wie die letzten Tage, erste Band waren dieses Mal Gods of Blitz, eine Indie-Band aus Berlin, die recht cool waren. Danach gingen wir zum ersten Mal in den Wellenbrecher (der erstaunlich leer war) um The Locos zu sehen, die echt geil waren! Ska aus Spanien, mit viel Witz und tollen Kostümen, die Party ging jedenfalls richtig ab! Weniger anschließend bei Fall Out Boy, die waren aber trotzdem recht gut. Irgendwie haben sie aber im Gegensatz zu The Locos verdammt kurz gespielt, zumindest kam mir das so vor.
Eigentlich wollten wir dann noch auf Billy Talent warten und derweil Millencolin ansehen, aber dafür war es uns nach einer Stunde viel zu kalt. Madsen haben wir noch teilweise mitbekommen, irgendwann kapitulierten wir dann aber (ohohoo~) und gingen ins Zelt, wovor ausnahmsweise keine Party abging, dafür später aber lautstark ein schon angekokelter Pavillion zerstört wurde.

Am nächsten Morgen hieß es Tagwache um 7 Uhr, damit wir noch den Zug um 9 Uhr erwischen, da Sebi und Ina noch ins Burgenland mussten. Klappte auch alles recht gut, um 9:10 Uhr fuhren wir los und erwischten auch ohne Reservierung (die hätte erst für 14 Uhr gegolten) noch einen Viererplatz im Zug. Die meiste Zeit schliefen wir aber ohnehin, da uns die Nächte viel abverlangt hatten. Dazwischen wurden zum fünfzigsten Mal die Visions oder (dann auch nicht mehr wirklich aufregend) der zweitneuste Musikexpress gelesen.
Nach der Ankunft in Wien fuhr ich dann heim, Sebi und Ina zum Südbahnhof und Betti auch zu sich nach Hause.

So, keine Ahnung, wie viel ich jetzt vergessen habe, aber hoffentlich hat man doch einen halbwegs guten Eindruck vom Festival bekommen. ;) Allgemein lässt sich sagen, dass wir noch ziemlich viel Glück hatten, bei all dem Blödsinn, der sich dort offenbar abgespielt hat: Trockeneisbomben, explodierende Gasflaschen (hörte man auch ziemlich deutlich), angezündete Zelte und Klos, Diebstähle und so weiter standen auf der Tagesordnung. Wir hatten wie gesagt keine Probleme damit, was aber wohl mehr Zufall als sonst etwas war.
Ansonsten nervte natürlich der Regen und der dadurch verschlammte Boden auf dem Zeltplatz, sowie die teuren Preise und die Fülle an Menschen, die eindeutig zu viel war für den zur Verfügung gestandenen Platz. Insgesamt aber doch ein gutes Festival, trotz der Tool-Absage.

4 Antworten to “Free-kwan-zee”

  1. Tịnh Tú said

    Chúc mọi người thân tâm thường an lạc.
    A Di Đà Phật

    http://phatphap.wordpress.com

  2. sebi said

    was hattn der typ geraucht bitte?

  3. dethkultsocialclub said

    Vielleicht ein „Phatphap“? Klingt nach einer alten, mystischen Droge zur Bewusstseinserweiterung!

  4. sebi said

    btw mag ich eure fotos. büttööö : )

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