Vaginale Embolie

26. Mai 2008

Boah, ich hasse Amazon. ;(

Da sucht man nach Palahniuk-Büchern um für eine Bekannte zu schauen, welches es auf Deutsch gibt (weiß ich nicht auswendig, Schande über mich), entdeckt die deutschen Cover zu den beiden neuen Büchern Snuff und Stranger Than Fiction (letzteres zumindest neu als Übersetzung) und kommt dann, nach einem Gefühl dass sich mit „Euphorie“ nur untertrieben beschreiben lässt, darauf, dass die beiden Bücher noch gar nicht erschienen sind und ein Termin offenbar auch nicht feststeht.

Scheiß Amazon! >O

From Heavy to Low

20. Mai 2008

Vor kurzem habe ich The Fountain von Darren Aronofsky gesehen und war begeistert. Nicht nur wegen der großartigen Geschichte, sondern auch wegen der überaus gelungenen Verschmelzung von Bildern und Musik. Klar, dass da sofort der Soundtrack hermusste, aus dem ein Stück besonders heraussticht: „Togehter We Will Live Forever“, ein reines Klavierstück, das mir wieder einmal bestätigt hat, wie wunderbar dieses Instrument ist (natürlich vorausgesetzt, man spielt es richtig *hust*).

Na ja, demzufolge hab ich gerade eben noch ein Muxtape fertiggestellt, welches nur Klaviermusik oder Stücke, die auf dem Klavier begründen, beinhaltet – allerdings ausschließlich Modernes, klassische Musik mit diesem Instrument begeistert mich seltsamerweise kaum. Anders als meine Playlists wird diese Zusammenstellung aber nicht monatlich aktualisiert, sondern vielleicht nur, wenn ich bessere Lieder finde – vielleicht aber auch gar nicht, mal sehen.

Wer also genauso wie ich auf derartige Musik steht, sollte mal reinhören. Ist ja eh gratis.

Klavier-Muxtape

Tracklist
1. 65daysofstatic – Radio Protector [One Time For All Time]
2. Michael Andrews – The Artifact and the Living [Donnie Darko OST]
3. dredg – Brushstroke: Walk in the Park [el cielo]
4. Explosions in the Sky – What Do You Go Home To? [All of A Sudden, I Miss Everyone]
5. Nine Inch Nails – Leaving Hope [Still]
6. Mogwai – I Know Who You Are But What Am I? [Happy Songs for Happy People]
7. At the Drive-In – Hourglass [In/Casino/Out]
8. God Is An Astronaut – Forever Lost [All Is Violent, All Is Bright]
9. Yann Tiersen – Comptine d’un Autre Été – L’après-midi [Le fabuleux destin d’Amélie Poulain OST]
10. Eluvium – Radio Ballet [Copia]
11. Sigur Rós – Untitled 3 [( )]
12. Clint Marsell – Together We Will Live Forever [The Fountain OST]

Heul doch, Emo!

3. Dezember 2007

Oh Mann, was hab ich mich gerade amüsiert. :D Und diesen Spaß will ich natürlich niemandem vorenthalten:

Kurze Zusammenfassung der besten Bravo-Love-Fotostory evar meinerseits:

Simis erster Tag an ihrer neuen Schule steht bevor, doch bevor sie aus dem Haus geht, muss sie sich natürlich erst mal schminken und stylen, weil sie ja sonst wie ein „Normalo“ wirkt. Da sie sich selbst zum Emo erklärt hat, dürfen drei Tonnen Kayal, Stirnfransen und coole, aber undefinierbare Bänder auf den Armen natürlich nicht fehlen. In der Schule wird sie aber bloß gedisst, vor allem von Tobi, dem abgeschleckten Klassenschönling, der aber eigentlich „ganz süß“ ist, obwohl er offensichtlich gleichmaßen das Klassenarschloch darstellt. Tja, Frauen.

Aber Simi ist nicht alleine! In der Pause gesellen sich drei andere Emo-Spacken zu ihr, wovon das Cliquen-Mädel gleich mal Klamotten mit Simi tauschen will. Igitt. Und weil man Leute, die den selben Kleidungsstil wie man selbst besitzen, am besten gleich zu sich nach Hause nimmt, finden sich die Vier bei Simi ein und spielen Songs von From First To Last auf Akustikgitarre, natürlich ohne die bösen „fuck you“-Lyrics. Dabei sprechen sie sich gegenseitig zu, wie cool und gefühlvoll sie doch eigentlich sind und alle ohne mindestens 3 Piercings hassen.

Tja, das Dissen an der Schule geht weiter, also verzieht man sich an den See, wo Simi fast ertrinkt und nach geschätzen 3 Sekunden unterwasser bewusstlos wird und einen Atemstillstand erleidet. Da muss dann halt Retter Tobi her, dessen Mund-zu-Mund-Beatmung im einen Moment noch der „schlechteste Kuss“ überhaupt für die soeben aus dem Nirvana zurückgekehrte Simi war, der daraufhin folgende ihr dann aber für Tage nicht mehr aus dem Kopf geht. Muss wohl der Schock sein.

Am nächsten Tag trifft Simi Tobi auf der Straße mit irgendeiner Ratte an der Leine und beschließt nach einem zweiminütigen Gespräch, mit ihm ein Pärchen zu bilden, um in der Schule ganz Attention-Whore-mäßig toll zu wirken. Plötzlich finden auch Tobis Freunde den Emostil voll cool, dafür ist der in Simi verliebte Daniel angepisst und verzieht sich heulend nach Hause. Dort verschmiert er sein Make-Up, schreibt Gedichte und ritzt sich mit einem Buttermesser.

Nachdem er rund 3 Tage, also eine halbe Ewigkeit, nicht in die Schule gekommen ist, sehen seine Emokumpels mal wieder nach ihm – und finden ihn vor seinem PC, wo er auf Myspace mit 42-Jährigen chattet, die sich als 14-jährige Mädchen ausgeben. Nach einer dreisekündigen Aufklärungsphase, dass das wahre Leben nicht online stattfindet und nicht bloß den Zweck hat, zu sterben, kommt er kurzfristig mit Emotussi #2, Mieze, zusammen und alle sind glücklich.
Bis auf den dritten, völlig unwichtigen und in etwa zwei Mal in der Geschichte aufgetretenen Kerl, den alle hassen und niemand liebt.

Klingt nach Spaß? Oh ja. Also lesen!

Unser Leben als Terroristen

6. November 2007

… und der wahre Terror geht immer noch alleine vom Staat aus.

Echt jetzt. Ich lese einen Artikel auf der Website der Süddeutschen Zeitung und sehe in den Verweisen links und unten zwei weitere, die mich interessieren. Die werden dann schnell in einen Hintergrund-Tab gepackt, und bald sieht mein Browser so aus.

Dabei hab ich nur noch sooo wenig Zeit… ja, der Zivildienst ruft!

Uz Uz Uz Uz

27. Oktober 2007

Kapitän zur See

26. Oktober 2007

Nur zur Erklärung des letzten Beitrags: Wenn ich etwas gerne im Fernsehen anschaue, dann sind es – neben anspruchsvolleren Cartoons wie Simpsons, South Park oder Futurama – Dokumentationen, Reportagen und sonstige Berichte, die meist Alltägliches, aber dennoch Unbekanntes beleuchten. Meistens gibt es so etwas unter dem Banner größerer Zeitungen, Spiegel TV, Süddeutsche Zeitung TV oder auch Stern TV, wobei hier das Format etwas anders ist. Diese Reportagen spielt es dann meist nachts, wobei es auch eigene Kanäle wie ZDFdoku (über Sat) gibt, die auch untertags derartiges ausstrahlen.

Ich weiß nicht, was mich daran so faszierniert, aber es ist schlichtweg interessant zu sehen, was an Orten passiert, zu denen man normalerweise keinen Bezug hat, aber dennoch nicht fern und eigentlich öffentlich gelegen sind. Das sind manchmal ganz persönliche Geschichten, dann auch wieder – wie bei der Penny-Markt-Geschichte – ganze Milieus, die über eine Zeit lang beobachtet und von den verschiedensten Teilnehmenden kommentiert werden.
Dabei kommen natürlich auch diverse Kuriositäten ans Licht, in diesem Fall sind es ganz besonders viele. Da gibt es beispielsweise den bärtigen Kapitän, der studiert hat, seine Patente aus dem Eff-Eff aufzählen kann, aber dennoch auf der Straße vor dem Markt verwahrlost. Oder aber die Rollstuhlfahrerin, deren liebstes Hobby es ist, die Geschehnisse im Penny Markt bis ins Detail zu kommentieren, von den eingekauften Waren an der Kasse bis zum Kassasturz im Hinterzimmer.

Jedenfalls freue ich mich immer, wenn Sendungen dieses Formats im Fernsehen kommen oder ich sie gar bei YouTube finde. Eine sehr schöne Unterhaltung, und etwas informiert wird man auch.

Yeah baybe

25. Oktober 2007

Oh mein Gott! Eine 16-teilige Reportage über einen Penny-Markt auf der Reeperbahn! Meine Nacht ist gerettet.

Gestapo 2.0

18. Oktober 2007

Während in Deutschland immer noch Diskussionen um Innenminister Wolfgang Schäuble und seine „Stasi 2.0“, sprich die Online-Durchsuchen, laufen und dagegen auch kräftig protestiert wird, ist hier in Österreich die Überwachung fremder PCs durch die Exekutive offenbar bereits beschlossene Sache. Seit gestern ist jedenfalls in allen Medien zu hören bzw. lesen, dass Justizministerin Maria Berger von der SPÖ und Innenminister Günther Platter (ÖVP) sich auf das Einführen der Durchsuchung beliebiger PCs ab Herbst 2008 geeinigt haben – was bei letzterem auch keine Überraschung ist. Platter distanzierte sich zwar bis zuletzt von den Ideen Schäubles, machte aber dennoch Anspielungen in dieser Richtung, die nun wahr gemacht werden sollen.

Dabei wird natürlich beteuert, dass nur bei strengem Tatverdacht und unter richterlichem Bescheid eine Durchsuchung stattfinden wird. Gut möglich, die Frage ist nur, ab wann ein „strenger Tatverdacht“ besteht und noch viel mehr: Wie stark diese Grenzschwelle in Zukunft herabgesetzt wird, was zweifelsohne der Fall sein wird. Justizministerin Berger bejahte schon gestern in einem ORF-Interview die Frage, ob man bei einem zufälligen Fund von verdächtigem Material weiterforschen würde.
Und genau solche Aussagen machen die Sache so fragwürdig. Denn ab wann ist jemand in solcher Hinsicht tatverdächtigt, als eine Überwachung (natürlich unter Ausschluss des Verdächtigen)gerechtfertigt wäre? Wenn eine Person „fragwürdige“ Wörter wie „Bombe“ oder „Anschlag“ am Telefon erwähnt (Telefonüberwachung ist immerhin schon – unkritisiert – Gang und Gäbe)? Wenn sie entsprechende Dateien auf ihrem PC oder in ihren E-Mails gespeichert hat? Wenn sie einen Turban und weiten Mantel trägt?

Das Ganze passiert natürlich unter dem Banner der Sicherheit – mit sehr fragwürdigen Argumenten. So heißt es von den Ministerien:

„Der vielfach behauptete Gegensatz zwischen Sicherheit und Freiheit ist ein scheinbarer, [denn] die Angst vor Straftaten kann zu erheblichen Einschränkungen in der Gestaltung des Alltags und zu verminderter Teilnahme am gesellschaftlichen Leben führen.“

Einschränkung des Alltags aufgrund von Terrorangst? Bei solchen Aussagen frage ich mich, in welchem Land sich der Herr Innenminister gedanklich befindet. Im Irak oder in Israel, wo ein Besuch der örtlichen Caféteria schon mal das Todesurteil bedeuten kann, wäre eine solche Aussage völlig verständlich. Aber in Österreich, wo sogar noch weniger Terrorgefahr als in Deutschland herrscht?
Ein weiterer Hinweis darauf, dass, wie ARGE-Daten-Chef Hans Zeger schon sagt, die Überwachung nur eine weitere populistische Maßnahme ohne argumentativen und sinnbesetzeten Hintergrund ist.
Denn abgesehen von der nicht vorhandenen Gefahr kann jeder, der auch nur ein wenig mehr Ahnung von Computersicherheit hat, seinen PC dementsprechend von Trojanern – egal ob die vom Staat kommen oder nicht – absichern, erst recht Personen, die wirklich etwas zu verbergen haben. Somit wird mit den geplanten Mitteln ohnehin nichts bewegt werden können – aber die Bevölkerung in dem Glauben gehalten, das Innenministerium würde etwas gegen die „Terrorgefahr“ unternehmen.

Somit wird also bloß das erste Puzzleteil zu einem kommenden Überwachungsstaat gelegt, ohne dass sich effektiv etwas verändert. „Mit dem Verbrechen Schritt halten“, nennt Platter das. Das Widersprüchliche ist nur, dass das Verbrechen, wenn denn überhaupt vorhanden, dem Staat in dieser Hinsicht sowieso immer einen Schritt voraus ist. Sollte es zu Terroranschlägen in Österreich kommen, wird auch eine Online-Überwachung dies nicht verhindern können. Im Gegenteil, sie schafft nur mehr Angst, als sie zu verhindern versucht – die Angst, auch einmal selbst in Visier der Fahnder zu kommen.

Am 25. Oktober werden die jährlichen Big-Brother-Awards vergeben. Dabei werden Personen und Institutionen „ausgezeichnet“, die sich mit fragwürdigen Ideen gegen den Datenschutz stellen. Nominiert sind unter anderen Günther Platter und Unterrichtsministerin Claudia Schmied.

Quellen:
http://orf.at/071018-17749/index.html
http://derstandard.at/?url=/?id=3076638

Waschtage

11. Oktober 2007

So gefunden vom Thomas in einem Gemeindebau. Handyfoto.