To the Atemnot

5. August 2008

Das Problem an der ganzen Schreierei im Hardmetaldeathcore-Genre wurde am Freitag deutlich, als die Architects in Wien gespielt haben. Das nämlich nur etwas mehr als eine halbe Stunde lang statt der versprochenen Stunde – Grund: Sänger Sam war aus der Puste, wie er einem der „Just one more song!“-rufenden Fans nach einer dankbaren Umarmung vermittelte. Na ja, ist ja noch ein Jungspund, der Gute.

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Ágætis Byrjun

27. Juni 2008

To show their gratitude to fans’ support in ordering the deluxe edition Sigur Rós will credit all the people who pre-order before the 11th July by listing their name in the book, allowing them to become part of this unique document.

Tut mir Leid, liebes Konto, aber jetzt konnte ich nicht mehr widerstehen. Vor allem, da der Preis noch mal um 10 Euro gesenkt wurde.

Unverschämt finde ich allerdings die Standard-Version, die ich mir gestern schon fast beim Saturn kaufen wollte: Für 18 Euro bekommt man lediglich eine unspektakuläre Papphülle mit der CD darin – was bei Post-Rock-Alben oftmals leider Gang und Gäbe ist – warum auch immer -, sein Geld ob der wahrscheinlich tollen Musik aber trotzdem nicht wert ist. Ein bisschen Fanservice sollte schon gefragt sein.

Na ja, jedenfalls wurde meine Sammelleidenschaft wieder mal befridigt und ich freue mich auf das Paket aus Island. :)

Colours

17. Juni 2008

Für alle Freunde elektronischer Ambient-Musik: Das neue she-Album Coloris steht, wie immer gratis, auf der offiziellen Seite zum Download bereit!
Sobald ich es anhören konnte, gibt’s meine Meinung dazu. Ich bin mir aber sicher, dass sich der Download auf jeden Fall lohnt.

Week A Days Two

6. Juni 2008

Soll man wegen einer einzigen Band auf ein zweitägiges Festival um 69 Euro gehen?

Ich sage ja, wenn es sich bei der Band um dredg handelt und zwei gute Freunde auch mit von der Partie sind! Weswegen man mich höchstwahrscheinlich vom 28. bis zum 29. August (plus minus, na ja, eher plus 1-2 Tage) auf dem Two Days A Week-Festival in Wiesen auffinden wird. *insert Freudensmilie*

Andere (recht) lohnenswerte Bands wären dann The Locos, Less Than Jake oder Serj Tankian (obwohl ich dessen Soloalbum noch nie gehört hab, aber Titel wie „Beethoven’s Cock“ klingen ja schon mal recht vielversprechend, ganz abgesehen davon, dass es sich um den ehemaligen Kopf von SoaD handelt, die von den ganzen Nu-Metal-Bands ja doch noch eine der besten war).
Aber Festivals sind ja auch generell toll, alleine wegen der Stimmung und so. Ansonsten gibt’s dieses Jahr für mich ja eh keine.

From Heavy to Low

20. Mai 2008

Vor kurzem habe ich The Fountain von Darren Aronofsky gesehen und war begeistert. Nicht nur wegen der großartigen Geschichte, sondern auch wegen der überaus gelungenen Verschmelzung von Bildern und Musik. Klar, dass da sofort der Soundtrack hermusste, aus dem ein Stück besonders heraussticht: „Togehter We Will Live Forever“, ein reines Klavierstück, das mir wieder einmal bestätigt hat, wie wunderbar dieses Instrument ist (natürlich vorausgesetzt, man spielt es richtig *hust*).

Na ja, demzufolge hab ich gerade eben noch ein Muxtape fertiggestellt, welches nur Klaviermusik oder Stücke, die auf dem Klavier begründen, beinhaltet – allerdings ausschließlich Modernes, klassische Musik mit diesem Instrument begeistert mich seltsamerweise kaum. Anders als meine Playlists wird diese Zusammenstellung aber nicht monatlich aktualisiert, sondern vielleicht nur, wenn ich bessere Lieder finde – vielleicht aber auch gar nicht, mal sehen.

Wer also genauso wie ich auf derartige Musik steht, sollte mal reinhören. Ist ja eh gratis.

Klavier-Muxtape

Tracklist
1. 65daysofstatic – Radio Protector [One Time For All Time]
2. Michael Andrews – The Artifact and the Living [Donnie Darko OST]
3. dredg – Brushstroke: Walk in the Park [el cielo]
4. Explosions in the Sky – What Do You Go Home To? [All of A Sudden, I Miss Everyone]
5. Nine Inch Nails – Leaving Hope [Still]
6. Mogwai – I Know Who You Are But What Am I? [Happy Songs for Happy People]
7. At the Drive-In – Hourglass [In/Casino/Out]
8. God Is An Astronaut – Forever Lost [All Is Violent, All Is Bright]
9. Yann Tiersen – Comptine d’un Autre Été – L’après-midi [Le fabuleux destin d’Amélie Poulain OST]
10. Eluvium – Radio Ballet [Copia]
11. Sigur Rós – Untitled 3 [( )]
12. Clint Marsell – Together We Will Live Forever [The Fountain OST]

Die Nine Inch Nails spammen das Internet mit Musik voll!

Nein, das war wirklich mein erster Gedanke, als ich vom neusten Album-Release „The Slip“ erfuhr – wie auch schon „Ghosts I-IV“ völlig legal gratis aus dem Netz saugbar. Find ich ja theoretisch super, gute Musik gratis zu erhalten erfreut das Herz immer, zumal hier auch die Einstellung des Künstlers stimmt.
Dennoch hoffe ich, dass es mit NIN so nicht weiter geht. Ich meine, das letzte Album hat mit seinen immerhin 36 Tracks noch nicht mal richtig auf mich gewirkt und da kommt schon das nächste. Ich hab’s noch nicht gehört, keine Ahnung, was musikalisch auf mich zukommt, ich erwarte jedoch nichts Schlechtes. Trotzdem finde ich es schade, dass einem Album offenbar nicht mehr die Zeit gelassen wird, die es benötigt. „Ghosts“ verkommt so für mich irgendwie zu etwas Beiläufigem, etwas, das man mal eben so auf den Markt geworfen hat, entstanden aus Langeweile und im Endeffekt nicht bedeutsam. Das ist schade, denn einerseits bin ich mir sicher, dass das nicht die Intentionen Reznors waren, andererseits ist dieses Album viel zu gut und vielschichtig, als dass es schon wieder von einer neuen Scheibe, pardon, einem neuen Musikordner abgelöst werden sollte.

Ich hoffe, irgendjemand kann meine Gefühle diesbezüglich nachvollziehen. Selbst in Zeiten von BitTorrent, Rapidshare und 16-MBit-Leitungen ist ein Album einer tollen Band für mich immer noch was Besonderes, das, egal ob illegal gezogen oder wirklich gekauft, eine Zeit lang nur für sich stehen sollte – bis dann, ein Jahr oder so später, gerne wieder etwas Neues erscheinen kann.
Es wäre jedenfalls wirklich schade, wenn Musik in Zukunft keine ausreichende Wirkungsdauer mehr haben dürfte und die Quantität als Wertungsfaktor letztendlich doch siegen würde, völlig unabhängig davon, wie qualitativ hochwertig das Produzierte nun wirklich ist.

St. Pölten war ja mal ein Erlebnis.

Also, zuerst einmal natürlich das Konzert: Wirklich großartig, eine sehr nette Location war das dort, das Erhalten reservierter Tickets überhaupt kein Problem und die Akustik trotz verworrenem Raumkonzept sehr gut.
Die Musik an sich natürlich toll, die Konzertbesucher an sich auch, wobei die Aufteilung „interessant“ war: Vorne eine Reihe headbangender Fans, dahinter wurde mehr getanzt und herumgehüpft (so wie auch ich) und anschließend kam schon das grooße Loch, das während der entsprechenden Liedphasen natürlich mit HC-Tänzern gefülllt war, die meiste Zeit aber einsam und leer in der Mitte klaffte und sich niemand so recht traute, es zu füllen – der nächste Breakdown könnte ja unmittelbar kommen. An den Rändern wurde nur herumgestanden, auch direkt vor den beiden Boxen, wo ich zuerst stand, mich aber dann mehr in die Mitte begab, wo’s deutlich mehr abging (aber nur bis zum Rand des Lochs!). Und die besten Besucher waren ja die, die das ganze Konzert über bloß ganz hinter hinter dem Mischpult standen und zuglotzten. Aber mir soll’s ja recht sein, somit war’s wenigstens nicht so überfüllt wie beispielsweise bei Bring Me the Horizon. Was mich aber durchaus stört sind Leute, die ganz vorne links/rechts stehen und sich dann aufregend, wenn man sie beim Moshen anrempelt. Selbst schuld, Leute, stellt euch doch hinters Mischpult.

Na ja, wie auch immer. Richtig lustig wurde es ja erst danach, als das Konzert zu Ende war. Der letzte Zug Richtung Wien wäre nämlich um 23:30 Uhr oder so was gefahren, wohingegen das Konzert erst eine knappe halbe Stunde später aus war = Problema. Weswegen ich dann noch eine Weile dort blieb, dem äußerst sympathischen Winston McCall zum gelungenen Auftritt beglückwünscht und dabei zusah, wie ihm ein Haufen Teenies fürs Autogramm auf der Konzertkarte durchs komplette Lokal und wieder zurück nachlief, bis dann auch jeder eines hatte.

Tja, anschließend überlegte ich mir, dass es vielleicht doch besser wäre, mal zum Bahnhof zu schauen, was ich dann auch in der Stille St. Pöltens bei Nacht tat. Und wie erwartet fuhren die einzigen drei Züge, die überhaupt noch auf den Gleisen unterwegs waren, in die genau entgegengesetzt Richtung Wiens, nämlich nach Amstetten und Salzburg. Meine Überlegung war also, mich in einen beliebigen Zug zu setzen um dort ein paar warme Stunden verbringen zu können und vom Zielort dann zurückzufahren.
Leider verpasste ich den Zug nach Salzburg, der mich immerhin bis 3:30 Uhr warm gehalten hätte, dank zu langsamer Überlegungen und Zweifel, weswegen mir nur der nach Amstetten blieb. Mit dem fuhr ich dann auch ebendorthin, wo es allerdings nicht viel spannender als in St. Pölten war. 1:30 Uhr war’s in etwa und der erste Zug nach Wien würde erst um 4:15 Uhr gehen, weswegen ich mich nach einem kurzen Spaziergang im äußerst unspektakulären Amstetten lieber wieder in die „Bahnhofshalle“ (wenn man den 50-Quadratmeter-Raum ohne Sitzgelegenheiten, dafür mit fünf geschlossenen Läden so nennen kann) und beschäftigte mich dort mit „Live“, „Österreich“ und anderer geistreicher Lektüre.

Bis es dann endlich 4:15 Uhr war, verging also viel Zeit in Langeweile, zeitweiser Kälte und Müdigkeit, denn mit Wertsachen in Jacke und Hose auf einem Bahnhof zu schlafen ist alles andere als ideal. Im Zug schlief ich dann auch prompt ein – obwohl mir das im Zug noch nie so richtig gelungen ist, im Sitzen zu schlafen ist echt nicht meins – und war um 6:30 Uhr dann auch endlich wieder zu Hause.

Alles in allem hat es sich gelohnt, beim nächsten außerstädlichen Konzert werde ich aber doch wohl eher auf Mitfahrgelegenheiten und dergleich zurückgreifen, denn noch nicht erwähnt wurde ja die Hinfahrt, bei der, wie könnte es auch anders sein, die Hälfte der Strecke mittels Schienenersatzverkehr zurückgelegt werden musste und dieser natürlich durch jedes völlig gleich aussehende Kuhkaff fahren musste, was sich als äußerst langwierig erwies. Das Auto hat offenbar also immer noch ein paar nicht zu unterschätzende Vorteile gegenüber der Bahn, auch wenn man nur von Wien nach St. Pölten muss.

Yeah, morgen Parkway-Drive-Konzert in fucking St. Pölten und ich weiß weder, wo genau (im so genannten frei.raum, aber eine offizielle Adresse gibt’s irgendwie nicht), noch, wie ich dann wieder heimkomme.
Hin komm ich mit dem Regionalexpress, Abfahrt 19:04, Ankunft 19:57, um 20:00 sollte die erste Vorband spielen, also optimal. Leider fährt der letzte Zug Richtung zurück schon um 23 Uhr irgendwas ab, was problematisch ist, da da sicher noch mindestens PD spielen und ein Weggehen während des Konzertes nicht machbar ist (auf keinen Fall).

Somit bleibt mir wohl nur noch übrig, bis um 5 Uhr, wenn der erste Zug wieder fährt, Partay zu machen! Wirklich, ansonsten könnte ich echt nur ein Taxi nehmen (Bin ich Krösus? Ne, leider nicht.) oder zu Fuß gehen, wonach ich wahrscheinlich gleich wieder direkt zur Arbeit fahren darf, am Montag nämlich. Beides nicht so doll, also hoffe ich stark, dass dort nach dem Konzert noch was abgeht, ansonsten wird’s nämlich öde und kalt auf den Bahnhofsbänken. Ist ja nicht so, dass ich dort jemanden kennen würde.

Kleines Problema also, was aber durch die Freude auf Parkway Drive überschattet wird. Falls ich also übermorgen nicht erreichbar bin wisst ihr ja, wo ich bin: In irgendeiner Ecke in St. Pölten pennend!

Sieht ja toll aus… immerhin warme Temperaturen.

Na ja, ansonsten was Erfreuliches:
SIGUR RÓS KOMMEN NACH WIEN!
Ja, echt jetzt. Total geil, ich hoffe bloß, dass es noch Karten gibt. 39 Euro angeblich, schon happig, aber das ist diese Band auf jeden Fall wert. Ansonsten noch The Mars Volta und HORSE the band, auch sehr geil. Wer will, kann ja meine Konzertliste ansehen (alternative auch hier), da stehen auch noch kommende Konzerte drin. Man darf mich auch sehr gerne begleiten, oh ja.

Neonfarben

13. Februar 2008

Mr. 17grad wollte wissen, wieso ich das eine oder andere Album dieser Auflistung nicht so toll fand. Wenn ich das richtig verstanden habe, manchmal bin ich ja etwas (*hust*) verpeilt.

Vorneweg sollte aber gesagt werden, dass es sich dabei nicht um wirklich schlechte Alben handelt. Na ja, vielleicht doch, aber in einem anderen Kontext. „Enttäuschend“ würde wohl besser passen, da es sich um Bands handelt, die ich eigentlich mag, von denen ich mir aber mehr erwartet hätte. Darum also schlechte Alben und so.
Also gut:

Thursday – Kill the House Lights
Nette Ansammlung von B-Seiten, haut mich aber nicht so wirklich vom Hocker. Man merkt irgendwie, warum es die Lieder nicht auf die jeweiligen Platten geschafft haben. Einzig „Signals Over the Air“ als Live-Version ist richtig toll. Davon hätte es mehr geben sollen, eindeutig.

Scary Kids Scaring Kids – Scary Kids Scaring Kids
Die erste EP war super, das erste Album relativ gut (wobei „My Darkest Hour“ einfach nur toll ist) und das zweite… na ja. Belangloses Musikmaterial ohne einen wirklich Knüller, alles plätschert recht nett dahin, aber die Ecken und Kanten, die ein Lied besonders machen, fehlen irgendwie. Das hört man einmal durch, findet es ganz nett, drückt aber niemals auf die „Wiederholen“-Taste nach einem Song. Und so etwas ist immer ganz schlecht.

Samsas Traum – Wenn schwarzer Regen
Ja, wie da schon stand, „So wie die Wellen“ ist wirklich toll, und zwar weil es Elektronik beinhaltet. Hier liegt es nämlich ganz einfach an meinem Geschmack, und zwar dass ich Akustik-Lieder nicht wirklich mag. Das war schon mit den Akustik-Versionen früherer Samsas-Traum-Liedern so, die es auf der ersten CD von „Endstation.Eden“ zu hören gab (Stromausfall im Herzspital, Girl, Tineoidea) und ist hier nicht anders. Die Lieder haben tolle Texte, für einen Liebhaber von Akustikmusik ist bestimmt auch die Musik an sich toll, aber für mich eben nicht. So einfach ist das.

Queens of the Stone Age – Era Vulgaris
Hier waren die Erwartungen nach dem Knaller „Sick, Sick, Sick“ wohl zu groß. Es ist kein schlechtes Album, aber es hat nicht die gewohnte Queens-Qualität. Die Lieder sind bei Weitem nicht so catchy wie früher, was zwar auch ein gutes Indiz sein kann, nicht aber bei Stoner Rock’n’Roll. So wirklich abshaken kann man dazu nicht, was eben den Spaß an der ganzen Sache mindert.

Puscifer – V Is For Vagina
Öhm, ja, die Erwartungen diesbezüglich waren eigentlich nur da, weil’s von MJK kommt, aber dieses minimalistische Drum-and-Rhythm-Zeug ist irgendwie so gar nicht meines. Demzufolge würde ich auch jede andere Platte dieses Genres als „schlecht“ klassifizieren, eben weil es schlichtweg nicht mein Geschmack ist. Die Texte sind recht witzig, überzeugen mich jetzt aber auch nicht soo sehr. Ein bisschen pubertär.

Marilyn Manson – Eat Me, Drink Me
Uaaah, das war ein Gähner. „Heart-Shaped Glasses“ ja bitte, den Rest vielleicht als Gute-Nacht-Musik. Wo ist die Power, wo ist das brutale Abrechnen mit der amerikanischen Gesellschaft? Stattdessen wird rumgeheult und gestöhnt, bis man Manson schon fast nicht mehr abnimmt, dass das Ganze überhaupt echt ist. Klar gibt es noch ein paar Rocksongs, aber diese sind dermaßen uninspiriert, dass sie unter der Masse an Jammersongs regelrecht versinken.

Korn – Untitled
Nach der Enttäuschung durch „See You On the Other Side“ und dem Höhenflug mittels des Akustik-Live-Album (hier mochte ich die Versionen irgendwie, was aber auch daran liegen kann, dass sie variert und angepasst wurden, was ihnen wirklich gut tat) hier der nächste Tiefpunkt der Korn-Ära. Die frühere Härte ist zwar wieder da, aber die Originalität fehlt. Die Lieder klingen ausgelutscht und wie schon hundert Mal von anderen Bands gespielt, was also fehlt sind schlichtweg die frischen Ideen. Klar, nach sieben Studio-Alben ist irgendwann die Luft raus, aber das macht das Album nicht besser. Andere Bands schaffen’s ja auch.

Funeral For A Friend – Tales Don’t Tell Themselves
Ganz große Enttäuschung, weil sich FFAF mit diesem Album endgültig vom Emocore verabschiedet und dem Pop zugewandt haben. Von der alten Härte ist nichts mehr zu hören, dafür eine Menge seicht dahinplätschernder Liedchen, die zwar eine recht gute Story erzählen mögen, dafür aber irgendwie völlig langweilig sind. Hat man am Konzert gemerkt, wo die Menge bei „All the Rage“ oder „Juneau“ abgegangen ist, sich bei „The Great Wide Open“ oder „Walk Away“ nichts getan hat. Sehr schade darum.

Bloc Party – A Weekend in the City
„Hunting For Witches“ ist toll, der Rest kommt an „Silent Alarm“ nicht ran, weil das erste Album eigentlich nur aus Hits bestand und dieses zwar nett zu hören ist, aber mir nicht so richtig den Kick liefert, den das alte Album über fünfzig Minuten durch gebracht hat. Joar.

Tja, hier also meine Gründe, weswegen ich das eine oder andere Album des letzten Jahres nicht wirklich toll fand. Ich will diese ganzen Bands ganz bestimmt nicht für immer abschreiben und höre ihre alten Scheiben immer noch genauso gerne (auch wenn das von Zeit zu Zeit natürlich variiert), aber im letzten Jahr haben sie mich eben enttäuscht. Also mal sehen, was die Zukunft bringt, das neue Jahr hat ja gerade erst begonnen.