Something you once told me

24. Dezember 2007

12 Euro Trinkgeld!

Oh Mann. Ok, heute war auch echt nix los. Wir sind die meiste Zeit (ja, ich glaube wirklich mehr als 6 von den 12 Stunden) irgendwo gestanden, in der Rudolfsstiftung, im Kaiser-Franz-Josef-Spital, irgendwo an einer Ecke… nichts war los und im Endeffekt sind wir auf sechs Transporte in 12 Stunden gekommen, was unterstes Minimum war. Aber den anderen ging’s schließlich auch so, teilweise standen 6 bis 8 Grünes-Kreuz-Wagen vor einem einzigen Krankenhaus. Es wurden schlichtweg viel zu viel weggeschickt, dafür, dass heute keine Ambulanzen und keine Ärzte offen hatten.

Wie auch immer. Um rund 20 Uhr war ich dann endlich bei meinen Großeltern (mir wurde ein Taxi spendiert, sehr erfreulich. :) ), dann hab ich alleine essen und alleine Geschenke auspacken dürfen – also schon mit meinen Verwanden um mich, aber eben nicht zusammen mit ihnen. War nicht so toll, aber ich war sowieso nicht in „Weihnachtsstimmung“, mich reitzt dieses Fest kaum mehr.
Bekommen hab ich Ikea-Gutscheine, Geld und noch Kleinigkeiten wie Süßes, einen Pfannenwender von Lena (kann man doch gut gebrauchen :D ) und zwei hübsche Tassen für Betti und mich. Ums Geld kauf ich mir – wie gesagt – einen neuen iPod und mir selbst schenk ich noch den Samsung-22″-TFT, von meinem gesparten Gehalt.

Jou, so ist das. Morgen wieder Dienst, dafür ab Donnerstag bis nächsten Mittwoch nicht, ergo am 1. Jänner frei! Yesh!

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Drei Fragen

23. Dezember 2007

www.ueberwachungsstaat.at

Angesichts der massiven Ausweitung der Polizeibefugnisse durch das neue Sicherheitspolizeigesetz rufen die Grünen eine „Initiative für den Schutz vor dem Überwachungsstaat“ ins Leben (…)

Immer umfassender wollen uns Polizei und Nachrichtendienste kontrollieren: durch Maßnahmen wie Lauschangriff, Rasterfahndung, Trojaner, Bildungsevidenz, Videoüberwachung, Fingerabdrücke, Genmusterabdrücke, Vorratsdatenspeicherung und IMSI-Catcher. Österreich zeigt hierdurch immer mehr Merkmale eines Überwachungsstaates. Wir sind der Überzeugung, dass nicht alles für den Staat zulässig sein soll, was technisch möglich ist.

Verfassung, Justiz und Polizei haben eine gemeinsame Aufgabe: uns und unsere Freiheit zu schützen. Immer öfter wird aus dem Schutz Bedrohung. Immer öfter zeigt sich, dass eine schrankenlose Überwachung nicht mehr Sicherheit schafft, unsere Freiheit und unsere Privatsphäre gefährdet und Millionen Euro verschwendet.

Wenn einseitige Sicherheitspolitik die Freiheit gefährdet, ist es Zeit, die Freiheit vor der Sicherheitspolitik zu schützen.

The Only Moment We Were Alone

23. Dezember 2007

Tja, Leute, ihr könnt mich nun staatlich geprüften Rettungssanitäter nennen. B)
Gestern die Prüfung hinter mich gebracht, die eigentlich gar nicht so schlimm war und ich sie deswegen sogar mit Auszeichnung bestanden habe. Im Grunde waren’s fünf Fragen zu Großunfällen/Sanitäterpflichten bzw- rechte/Gerätekunde usw., vier zu Anatomie, Physiologie, Traumatologie und Hygiene, sowie ein Praxisteil, sprich, Reanimieren und das Transportieren eines Unfallopfers mit der Schaufeltrage (sagt jetzt eh keinem was, egal). Ich und mein Partner haben das alles ziemlich souverän über die Reihe gebracht, im theoretischen Teil war’s großteils wirklich nur evidentes Gequatsche und den Praxisteil haben wir alle zuvor bis zum Umfallen geübt.
Wer jetzt also einen Herzstillstand hat, braucht nur mich zu rufen, ich kann ihn womöglich wieder ins Leben zurück katapultieren. :D

Der große Nachteil ist, dass ich genau über die drei Weihnachtsfeiertage Dienst habe, noch dazu Spätdienst, also von 7:30 bis 19:00 Uhr. Zum Weihnachtsfest werde ich also zu spät kommen, zum weihnachtlichen Mittagessen bei meiner Oma am 25. gar nicht und die Betti sehe ich dann auch erst am Donnerstag, wo wir noch einmal zu Ikea fahren werden (donnerstags waren wir ja schon mal), um dort lauter Möbelzeugs zu kaufen und in die Wohnung zu führen, damit einmal was weiter geht. Immerhin zahlen wir ja schon voll Miete, auch schon für Jänner im Voraus.
Ein Tag Bereitschaft kommt dann noch dazu, den Rest der Woche hab ich dann frei. Ich fürchte mich nur vor nächster Woche, denn wenn ich da wieder von Montag bis Mittwoch arbeiten muss, also sowohl am 31. als auch am 1., geb ich mir die Kugel oder komm halt in der Restfetten zum Dienst, ist mir auch scheißegal. Aber ich hoffe mal, zumindest zu Neujahr nicht arbeiten zu müssen, das wäre schon toll.

Jetzt hat mich der Zivildienst also so richtig und knapp sieben Monate gilt es noch durchzustehen. Aber ich kann mich nicht wirklich beschweren, drei dienstfreie Tage hat man nicht überall und auch das Trinkgeld ist ein großer Bonus. Blöd sind halt nur die Dienstzeiten, ich hoffe schwer, dass ich an Konzerttagen (es kommt ja so viel, Bring Me the Horizon, From Autumn to Ashes, Samsas Traum, Explosions in the Sky…) keinen Spätdienst habe, ansonsten müsste ich dort mit Uniform aufkreuzen, was auch nicht so toll ist.
Aber das liegt noch in der Zukunft, jetzt erst mal die Weihnachtstage durchdrücken… am 24. sind die Patienten ja hoffentlich besonders spendabel. :)

Kapitulation

20. Dezember 2007

Mein iPod hat soeben endgültig seinen Geist aufgegeben. Nach rund 2 1/2 Jahren treuen Dienstes zeigt er mir nur noch das Ordnersymbol an, auch das Wiederherstellen über den Disk-Mode funktioniert nicht, der iPod wird gar nicht erkannt. Schade, denn bis jetzt hat das Gerät eigentlich immer gut funktioniert, nur seit gestern ist er ständig abgestürzt – zuerst blieb er gleich beim Starten des Liedes hängen, dann nur noch mittendrin, aber doch stetig -, jetzt tut sich nichts mehr.

Damit werde ich mir um mein Weihnachtsgeld wohl einen neuen iPod kaufen müssen, sprich, einen schwarzen iPod classic mit 80 GB. Natürlich ist’s toll, dass ich dann auch Videos gucken kann und mehr Speicher hab, aber mein alter iPod hätte es ruhig auch noch eine Weile tun können. Er will aber nicht, stockte passenderweise zum ersten Mal bei „Kapitulation“ von Tocotronic und besiegelte damit sein Schicksal.

Aufheben werde ich meinen iPod trotzdem.

Endlich!

12. Dezember 2007

:)

Of Course It Is

11. Dezember 2007

Puh, der Zivildienst ist anstregender als ich dachte. Ok, das Ausfüllen von Formularen ist nicht wirklich anspruchsvoll, auch wenn dies in einem wackeligen und zeitweise nahezu umkippenden Wagen geschieht. Aber richtig mühsam ist die vermeintlich kleine Arbeit nebenbei: Patienten betreuen, tragen, den Stuhl oder die Liege vorbereiten, im Krankenhaus zeitweise fast planlos herumirren und natürlich noch das Säubern des gesamten KTWs nach Feierabend.
Zumal es mir jetzt noch einigermaßen Spaß macht, aber für fast weitere 8 Monate immer dasselbe zu machen, klingt nicht gerade verlockend. Toll ist das Trinkgeld (19€, 21€, 15€, …), untoll die Arbeitszeiten, die entweder Montag bis Freitag 12 Stunden betragen (7:30 bis 19:00 plus Autowäsche), oder aber „nur“ 9 Stunden (6:30 bis 15:00 plus Autowäsche), dafür am Samstag von, haltet euch fest, 6:30 bis 19:00. Einfach krank, zum Glück aber nur in der Praxiszeit, die glücklicherweise mit dem 22. Dezember um ist. Bis dahin muss ich aber auch den ganzen Anatomie-, Physiologie-, Traumatologie-, Hygiene- und Rechtsstoff können, der zur Abschlussprüfung zum Rettungssanitäter gefragt ist, zusätzlich zu den Dingen, die ich vorführen muss und ich ohnehin nicht mehr üben kann (Reanimation und noch was).

Tja, dann gibt’s aber nur drei Tage Dienst und ein Tag Bereitschaft, das ist in Ordnung. Mit drei bzw. vier freien Tagen lassen sich 12 Stunden täglich schon recht gut durchdrücken, aber im Moment ist es eben stressig.
Na ja, da muss ich wohl durch.

Zudem ist meine und Bettis Wohnung fertig geworden – wir waren schon ausmessen und suchen am Samstag dann nach geeigneten Möbeln. Hoffentlich wird alles so, wie wir uns das vorstellen, es sieht aber gut aus. Natürlich muss ich aber die Gemeinde Wien noch mal kontaktieren, da sich drei Türen nicht richtig schließen lassen, was ja nicht so praktisch ist. Ich bin gespannt, wie schnell dem nachgegangen wird…

Zu guter Letzt noch etwas für alle österreichischen Bürger, die sich – wie ich – gegen die drohende Überwachung durch den lieben Staat aussprechen. Wenig wurde über sie berichtet, es gibt sie allerdings doch: die Mail-Aktion gegen das erst kürzlich vom Parlament in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beschlossene Gesetz, welches die Exekutive zu IP-Adressen- und Telefonstandortüberwachungen auch ohne richterlichen Beschluss berechtigt.
Wäre also toll, wenn möglichst viele eine Mail wahlweise an Günther Platter, Alfred Gusenbauer, Maria Berger und weitere schicken würde, um ihren Missmut zu bekräftigen.

Ganze Straße nix leuchten

9. Dezember 2007

Heute war ja der ominöse „Licht aus!“-Tag. Mitgemacht hab ich natürlich nicht, aber ich war ohnehin auf einem Bandcontest (wo auch um 20 Uhr die Bühnenbeleuchtung fett strahlte).
Sinn der ganzen Aktion? In meinen Augen bloß ein Mittel, um das Gewissen vieler Leute mal wieder für einige Zeit zu befriedigen, sie in den Glauben führend, sie hätten wirklich was bewirkt. Tut mir Leid, liebe Mitmachenden, aber das habt ihr nicht. Selbst wenn der Beitrag „symbolisch“ gemeint war, so hat das Ganze keinen Sinn, wenn man sich fünf Minuten lang toll für die Umwelt einsetzt und danach so weiterlebt wie bisher. Davon hat niemand was, außer natürlich man selbst, weil man sich als Held, Retter und Heiland fühlen darf.

Wer also zu jener Gattung Mensch zählt, der glaubt, dass Seinesgleichen schuld am Klimawandel ist, hätte eher bei „Licht an!“ mitmachen sollen. Auch wenn diese Aktion nicht minder populistisch ist, so hätte sie noch eher was bewirkt, als bloß mal das Licht auszuschalten.

(Ach ja: Bei der Suche nach einer offiziellen „Licht aus!“-Seite, bin ich wieder mal auf den großartigen Achmed-Telefonanruf mit dem gleichen Titel gestoßen. Unbedingt anhören. :) )

Juhu, morgen frei!
Ok, bis jetzt war der Zivildienst nicht so schlimm. Heute vielleicht, aber alles der Reihe nach:
Also, da ich mich jetzt in der Praxisausbildung befinde, bedeutet das, dass ich schon aktiv bei den Krankentransporten mitfahre, mithelfe und vor allem alles gezeigt bekomme. Ich fahre mit zwei sehr netten Sanitätern, der eine ist schon älter, dicklich und sehr gemütlich und angehem, der andere relativ jung, aber nicht minder sympathisch. Tolles Team also schon mal, das ist ja immer wichtig.
Tja, gelernt hab hauptsächlich, wie man Formulare ausfüllt, aber das ist auch fast die meiste Arbeit bei den Krankentransporten. Name, SVN, Transportzeiten, Kilometerstand, Fahrer und Sanitäter usw. müssen für jeden Patienten eingetragen werden. Das sind übrigens meist Pensionisten, die wir entweder vom Krankenhaus nach Hause oder umgekehrt führen, manchmal werden sie auch verlegt. Das ist jedoch meist Routinearbeit, auch wenn nicht immer alles so glatt läuft, wie es sollte.
Na ja, einen Blaulichteinsatz sind wir auch schon gefahren, war aber halb so schlimm – eine recht kleine Verletzung am Fuß, ins Krankenhaus kam der Herr trotzdem. War aber interessant bei so was mitzufahren, und das gleich in der dritten Stunde überhaupt!

Ansonsten sitzt man halt im Auto (ich hinten, vorne die beiden anderen), quatscht ab und zu, liest was, isst usw. Eine richtige Pause gibt es zwar nicht – außer den Gang zum Billa -, aber zwischen einzelnen Fahrten ist meist recht viel Zeit. Witzig ist jedenfalls, wie viel man durch Wien kommt: ich war schon in fast jedem Bezirk und bin an vielen mir bekannten Stellen zumindest vorbeigefahren (Bernoulli-Schule, meine ehemalige Schule, bei den Wohnorten vom Thomas, Raiby, Alex, Sebi, Ina, …). Positiv anzumerken ist neben den Kollegen das Trinkgeld, welches in den zwei Tagen, an denen ich bisher mitgefahren bin, ziemlich großzügig ausgefallen ist – insgesamt hat jeder von uns 40€ eingenommen, nett, oder? Nicht so toll sind die Arbeitszeiten, zumindest jetzt in der Ausbildung, wo ich 5 Tage in der Woche arbeiten muss (und nicht wie später nur drei) – und das 12 Stunden täglich. Da bleibt nach dem Heimkommen nicht mehr viel Zeit für sich selbst, geschweige denn für Freunde. Meist bin ich aber ohnehin zu müde, als ich noch Lust hätte, irgendwas zu machen. Aber da muss ich wohl durch, läuft ohnehin nur noch bis zum 22. Dezember so.

Nur heute war’s wirklich öde, weil ich nach dem Unterschreiben meines Mietvertrages um 9 Uhr früh natürlich nur in den Innendienst gekommen bin, da alle Krankentransportwagen spätestens um 7:30 Uhr wegfahren. Da dort aber mittlerweile aus den verschiedensten Gründen neun Zivildiener arbeiten, war das bisschen Arbeit, das normalerweise anfällt (Autos waschen, Boden putzen, Müll ausleeren), ziemlich flott erledigt, wir mussten aber trotzdem beschäftigt werden. Also kam man auf die glorreiche Idee, uns einen kompletten Raum voll mit Krempel ausräumen und danach putzen zu lassen. Als wir damit fertig waren, sollten wir das ganze Zeugs, welches ungelogen zur Hälfte aus Müll bestand, wieder einräumen. War mir ja – auch wenn’s total unnötig ist, leere Styroporverpackungen und nicht funktionierenden Elektroschrott aufzuheben – egal, bis dann der Mechaniker antanzte und nichts Besseres zu tun hatte, als uns anzuschauzen, dass wir alles durcheinander gebracht hätten und er jetzt nichts mehr finden würde. Als ob wir wüssten, dass in diesem Sauhaufen irgendeine Ordnung herrscht, dafür hätte es wirklich mehr als guten Willen gebraucht. Glücklicherweise machten sich dann zwei andere Arbeiter daran, die Sachen auch mal in „Müll“ und „Verwendbares“ zu sortieren, weswegen der Raum nach der Mittagspause mit weitaus weniger Zeugs von uns wieder gefüllt wurde, als zuvor darin war. Na ja, tolle Aktion jedenfalls.
Den Rest des Nachmittages verbrachten wir mit allerlei unnötigen Aktionen wie den Hof zu kehren, den Boden in der Wagenhalle zu wischen und so weiter, bloß damit wir nicht untätig herumsaßen. Vorteil der ganzen Sache: Wir durften schon um 16 Uhr nach Hause gehen, sehr angenehm.

Am Montag freu ich mich dennoch wieder auf den Außendienst, der einerseits finanziell weitaus lukrativer ist, andererseits auch einfach mehr Spaß macht und man wirklich sinnvolle Tätigkeiten ausübt. Bloß eine ganze Woche mit 12-Stunden-Diensten durchzuhalten dürfte happig werden…

Ende Gelände

6. Dezember 2007

Langsam reicht’s.

Wieso erhebt hierzulande eigentlich niemand seine Stimme, obwohl es um die Datenschutzrechte eines jeden geht? Wieso nehmen die meisten Bürger dererlei Gesetzesvorschläge so einfach hin, ohne sich mal Gedanken darüber zu machen, die in den meisten Fällen wohl zur Ablehnung derselben führen würden?
Aber ich vergaß ja, Daten werden ja bloß zum Schutz der Bürger gespeichert, damit die von dem in Österreich ja heftigst auswuchernden Terrorismus geschützt werden… alles klar, wenn’s der lieber Günther sagt, ist’s ja kein Problem.

Ich hasse das Österreichische Volk für diese Mentalität und wünsche mir endlich mal wieder mehr Proteste, Krawalle und Aufstände gegen derartige Missstände in unserer ach so großartigen Konsensregierung, die ohnehin bloß von Platter, Molterer und co. geführt wird, während Gusenbauer Nachhilfestunde gibt und sich immer noch selbst zum Kanzler gratuliert.

Heul doch, Emo!

3. Dezember 2007

Oh Mann, was hab ich mich gerade amüsiert. :D Und diesen Spaß will ich natürlich niemandem vorenthalten:

Kurze Zusammenfassung der besten Bravo-Love-Fotostory evar meinerseits:

Simis erster Tag an ihrer neuen Schule steht bevor, doch bevor sie aus dem Haus geht, muss sie sich natürlich erst mal schminken und stylen, weil sie ja sonst wie ein „Normalo“ wirkt. Da sie sich selbst zum Emo erklärt hat, dürfen drei Tonnen Kayal, Stirnfransen und coole, aber undefinierbare Bänder auf den Armen natürlich nicht fehlen. In der Schule wird sie aber bloß gedisst, vor allem von Tobi, dem abgeschleckten Klassenschönling, der aber eigentlich „ganz süß“ ist, obwohl er offensichtlich gleichmaßen das Klassenarschloch darstellt. Tja, Frauen.

Aber Simi ist nicht alleine! In der Pause gesellen sich drei andere Emo-Spacken zu ihr, wovon das Cliquen-Mädel gleich mal Klamotten mit Simi tauschen will. Igitt. Und weil man Leute, die den selben Kleidungsstil wie man selbst besitzen, am besten gleich zu sich nach Hause nimmt, finden sich die Vier bei Simi ein und spielen Songs von From First To Last auf Akustikgitarre, natürlich ohne die bösen „fuck you“-Lyrics. Dabei sprechen sie sich gegenseitig zu, wie cool und gefühlvoll sie doch eigentlich sind und alle ohne mindestens 3 Piercings hassen.

Tja, das Dissen an der Schule geht weiter, also verzieht man sich an den See, wo Simi fast ertrinkt und nach geschätzen 3 Sekunden unterwasser bewusstlos wird und einen Atemstillstand erleidet. Da muss dann halt Retter Tobi her, dessen Mund-zu-Mund-Beatmung im einen Moment noch der „schlechteste Kuss“ überhaupt für die soeben aus dem Nirvana zurückgekehrte Simi war, der daraufhin folgende ihr dann aber für Tage nicht mehr aus dem Kopf geht. Muss wohl der Schock sein.

Am nächsten Tag trifft Simi Tobi auf der Straße mit irgendeiner Ratte an der Leine und beschließt nach einem zweiminütigen Gespräch, mit ihm ein Pärchen zu bilden, um in der Schule ganz Attention-Whore-mäßig toll zu wirken. Plötzlich finden auch Tobis Freunde den Emostil voll cool, dafür ist der in Simi verliebte Daniel angepisst und verzieht sich heulend nach Hause. Dort verschmiert er sein Make-Up, schreibt Gedichte und ritzt sich mit einem Buttermesser.

Nachdem er rund 3 Tage, also eine halbe Ewigkeit, nicht in die Schule gekommen ist, sehen seine Emokumpels mal wieder nach ihm – und finden ihn vor seinem PC, wo er auf Myspace mit 42-Jährigen chattet, die sich als 14-jährige Mädchen ausgeben. Nach einer dreisekündigen Aufklärungsphase, dass das wahre Leben nicht online stattfindet und nicht bloß den Zweck hat, zu sterben, kommt er kurzfristig mit Emotussi #2, Mieze, zusammen und alle sind glücklich.
Bis auf den dritten, völlig unwichtigen und in etwa zwei Mal in der Geschichte aufgetretenen Kerl, den alle hassen und niemand liebt.

Klingt nach Spaß? Oh ja. Also lesen!