Dial: Revenge

31. Oktober 2007

Ich kann nicht schlafen.
Nein, wirklich nicht. Ich hab’s sogar probiert, bin um rund halb 2 ins Bett gegangen und wollte schlafen. Das hat mehr als 2 Stunden auch geklappt, aber dann bin ich aufgewacht, hatte seltsame Gedanken darüber, dass ich nur Teil einer sich abwechselnden Schichtpersönlichkeit bin und mein Körper nur eine leblose Hülle ist, im Kopf und kann seit dem nicht mehr einschlafen. Wenn ich mich hinlege merke ich ja schon irgendwie, dass mein Körper müde ist, aber das Schlafen klappt trotzdem nicht.

Also hab ich zuerst drei Runden Mega Man: Powered Up! gespielt und jetzt sitz ich hier. Das einzig Blöde ist wohl, dass ich heute um 7 aufstehen muss um meinen Hausarzt anzurufen. Ich brauch immerhin noch so ein blödes ärztliches Attest für den Zivildienst nächste Woche und muss mich erkundigen, ob der Arzt auch am Freitag offen hat (gut, weil von 15 bis 18 Uhr) oder diese Woche nur noch heute (schlecht, weil von 7 bis 9 Uhr). Und falls letzteres der Fall ist, kann ich dann auch noch gleich zum Arzt fahren und mich untersuchen lassen – yeah.
Ok, ich gebe zu, dass ich auch selbst schuld bin, weil ich’s wieder mal auf den letzten Drücker erledige. Ist bei mir aber immer so und meistens sind die Sachen dann dennoch gut ausgegangen, also bin ich auch hier zuversichtlich. Bzw. muss ich mir das Zeug sowieso holen, aber körperlich unausgeschlafen um 8 Uhr früh in der Ordination anzutanzen ist auch nicht gerade eine gute Voraussetzung für eine Gesamtuntersuchung.
Na ja, sei’s drum.

Jetzt erst mal alle Foren/Blogs/sonstige Stammseiten durchforsten, vielleicht hat sich ja was getan. Oder vielleicht werde ich mal endlich richtig müde, aber ich bezweifle es.

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Tatort: Mein Zimmer.
Tatzeit: Gestern Nacht, 4 Uhr.
Tatbestand: Ich weiß nicht, was ich zocken soll!

Ok, irgendwie hatte ich mitten in der Nacht Lust auf Videospiele. Also mal eben durchs Regal geschaut… hm, nix Spannendes dabei, sollte ich vielleicht doch lieber lesen? Erneut das Regal… hm, nix Passendes dabei – entweder Kram, den ich schon kenne, oder Bücher die für diese Zeit viel zu anspruchsvoll sind.
Also doch spielen. Erst mal Super Paper Mario für Wii gestartet, eigentlich ein tolles Spiel. Leider hab ich die Haupt-Story schon durchgespielt, für die Nebenquests muss ich entweder trainieren oder ca. 10 Minuten durch eine langweilige Stadt und dann durch langweilige, weil schon zu oft gespielte Levels rennen.
Da hab ich’s aufgegeben.

So, erneuter Blick ins Regal. Da befinden sich ja immerhin noch einige Spiele, die ich entweder noch gar nicht, oder nur angespielt habe. Eines von den ersteren ist Breath of Fire: Dragon Quarter. Man muss schon sagen, das Spiel hat ein tolles Setting, auch das Gameplay war in Ordnung – bis zum ersten Kampf. Diese sind nämlich extrem langwierig und unnötig kompliziert, dass man schon beim ersten Zug des Gegners die Lust verliert.
Also raus damit. Als nächstes: .hack//INFECTION. Das ist eines jener Spiele, das ich zwar an- aber nie sonderlich weit gespielt habe. Nachdem ich damit neu begonnen habe, weiß ich bald schon, warum: Der Anfang ist storytechnisch aufregend, danach ist es nur blödes Herumgerenne durch immer gleich aussehende Dungeons. Das Kämpfen reduziert sich auf Button Mashing und ab und an das Auswählen eines Zauberspruchs aus dem Menü. Dazu kommt, dass ich keine Ahnung hab, was ich außer aufleveln sonst noch tun soll. Irgendwie sollte es mit der Story – die ebenfalls in ein sehr cooles Setting eingebettet ist – ja weiter gehen, aber ich weiß nicht, wie. War also ebenfalls ein Fehlschlage.

Tja, was nun? Soll ich vielleicht einfach schlafen gehen? Nein, dazu bin ich noch nicht müde genug. Ich überlege und überlege… eigentlich hätte ich Lust auf ein Rollenspiel, aber die anderen hab ich entweder schon durch oder sie begeistern mich noch weniger als .hack und Breath of Fire (Pokémon Colosseum…). Es musste irgendetwas Kurzweiliges sein, das sofort Spaß macht, keiner großen Einleitung bedarf und trotzdem irgendwie fesselt… hm… Tony Hawk’s?

Ja, Tony Hawk’s Underground! Ein unglaublich geniales Spiel. Macht Laune, ist nicht schwer, man ist schnell drinnen und hat trotzdem was zu tun. Hab’s bis nach Tampa geschafft, dann war ich wohl doch zu müde. Die Stunde Spielzeit war’s aber wert, heute werde ich das Spiel wohl weiterspielen, morgen vielleicht THPS 4. Höhöhö.

Wir müssen nur wollen

28. Oktober 2007

Ein weiterer Schritt zur Gleichstellung von Mann und Frau: Wirtschaftsstaatssekretärin Christine Marek schafft finanzielle Ungleichheiten in Warenverkauf und Dienstleistung ab, ein vielzitiertes Beispiel bezieht sich beispielsweise auf die teureren Preise für Frauen beim Friseur. Aber bevor die Stimmen Emanzipationsgegner laut werden: Auch Einrichtungen wie der Frauentag im Casino oder eine „Lady’s Night“ in diversen Clubs gehören somit der Vergangenheit an – als Frau kommt man als um den meist teuren Eintritt nicht mehr herum.
Meiner Meinung nach eine richtige Entscheidung. Denn auch wenn das manche Feministinnen anders sehen mögen – Gleichstellung bedeutet nun mal, dass Frauen keine Nachteile erdulden müssen, gleichzeitig aber auch keine Vorteile nur aufgrund ihres Geschlechts erfahren dürfen.

Diese Thema bringt mich aber sofort auf die Paradoxität des Wehr- oder Zivildienstes. Denn warum Frauen diesen immer noch nicht ableisten müssen, ist mir schleierhaft.
Als ich meine Mutter damit konfrontierte, meinte diese, dass Frauen ihren Dienst für den Staat dahingehend ableisten, dass sie Kinder austragen und sich meistens auch um diese alleine kümmern muss. Beides richtig, nur: Heutzutage ist es keineswegs mehr so, dass jede Frau auch wirklich Kinder bekommt. Im Gegenteil, wie von Seiten des Staates oft beklagt wird, sinkt die Geburtenrate zunehmen, Frauen entscheiden sich lieber für die Karriere als für das Kind. In meinen Augen haben sie selbstverständlich auch das Recht dazu – nur lässt sich dadurch zumindest eine Zivildienstpflicht für Frauen nicht mehr rational widerlegen. Denn man muss bedenken, dass die Präsenzdienstpflicht aus Zeiten kommt, wo das von meiner Mutter erläuterte Schema noch Gang und Gäbe war. Wenn man diverse Regelungen aber schon modernisiert und den heutigen Gegebenheiten anpasst, wieso nicht auch diese?

Ich stelle mir das wie folgt vor: Einer Frau wird, sagen wir mal bis zum 35. Lebensjahr, die Wahl gelassen, ob sie lieber ein Kind bekommt oder dem Staat anders einen Dienst erweist. Nicht als Drohung, nicht als Strafe – völlig frei von Beurteilungen, aber dennoch als Ersatz für das Nicht-Gebären eines Kindes. Somit würden auch Frauen, die sich gegen ein Kind entscheiden, etwas für den Staat Hilfreiches leisten und dabei einer geschlechtsbasierten Diskriminierung entgegenwirken. Aufgrund biologisch bedingter physiognomische Abweichungen zwischen Mann und Frau wäre es zudem sinnvoller, die „Wehrdienst/Zivildienst“-Abfolge umzukehren – sprich, besagte Frauen wären zum Zivildienst verpflichtet, könnten aber auch per Einreichen eines Formulars eine Aufnahme in den Wehrdienst anfordern.

Meiner Meinung nach eine sinnvolle und gerechte Lösung, die bei manchen emanzipatorisch übermäßig orientierten Frauen aber sicherlich Proteste auslösen würde. Eine Sache, die ich nicht nachvollziehen kann – denn wenn man gleiche Rechte fordert, muss das auch mit gleichen Pflichten einhergehen. Immer nur zu fordern, aber nichts im Gegensatz zu dem Erhaltenen einbüßen, kann keine Gleichstellungspolitik bedeuten, das ist lediglich Machtmissbrauch.

Shut up!

27. Oktober 2007

So, ich bin jetzt erst mal auf Opera umgestiegen.
Grund: Firefox nervt mich. Der Browser ist zwar keineswegs schlecht, aber in letzter Zeit kommt es bei mir vermehrt zu Abstürzen – teilweise wenn ich nur einen Tab schließe, in dem sich ein pausiertes Video befindet -, Anzeigefehlern und unnötigen Ladepassagen, was wirklich unschön ist. Also warum nicht mal eine Alternative ausprobieren?

Vermissen werde ich bestimmt die vielen Erweiterungen, die es in dieser Form – meines Wissens nach – bei Opera nicht gibt. Ist ja auch nicht open source, somit logisch. Dafür gibt es aber „Widges“, was ich mir darunter bei einem Browser vorstellen soll, weiß ich noch nicht, wird aber in Erfahrung gebracht.
Ansonsten kommt mir das Teil jetzt schon schneller vor, auch wenn die Bedienung einzelner Elemente natürlich ungewöhnlich ist. Das Programm wird seine Wirkung aber ohnehin erst im täglichen Gebrauch entfalten, da wird sich dann zeigen, wie schnell es wirklich ist bzw. ob es erneut zu Abstürzen kommt (ich brauch endlich mehr RAM!). Die Flash-Anzeigefehler existieren in Opera jedoch nicht, schon einmal ein positiver Punkt.

Jetzt aber erst mal Lesezeichen übertragen, Passwörter eintragen, Layout anpassen usw…

Uz Uz Uz Uz

27. Oktober 2007

5 Differences

26. Oktober 2007

Ein wunderschön animiertes und fantasievolles Suchspiel. Am besten ohne Ton genießen.

Kapitän zur See

26. Oktober 2007

Nur zur Erklärung des letzten Beitrags: Wenn ich etwas gerne im Fernsehen anschaue, dann sind es – neben anspruchsvolleren Cartoons wie Simpsons, South Park oder Futurama – Dokumentationen, Reportagen und sonstige Berichte, die meist Alltägliches, aber dennoch Unbekanntes beleuchten. Meistens gibt es so etwas unter dem Banner größerer Zeitungen, Spiegel TV, Süddeutsche Zeitung TV oder auch Stern TV, wobei hier das Format etwas anders ist. Diese Reportagen spielt es dann meist nachts, wobei es auch eigene Kanäle wie ZDFdoku (über Sat) gibt, die auch untertags derartiges ausstrahlen.

Ich weiß nicht, was mich daran so faszierniert, aber es ist schlichtweg interessant zu sehen, was an Orten passiert, zu denen man normalerweise keinen Bezug hat, aber dennoch nicht fern und eigentlich öffentlich gelegen sind. Das sind manchmal ganz persönliche Geschichten, dann auch wieder – wie bei der Penny-Markt-Geschichte – ganze Milieus, die über eine Zeit lang beobachtet und von den verschiedensten Teilnehmenden kommentiert werden.
Dabei kommen natürlich auch diverse Kuriositäten ans Licht, in diesem Fall sind es ganz besonders viele. Da gibt es beispielsweise den bärtigen Kapitän, der studiert hat, seine Patente aus dem Eff-Eff aufzählen kann, aber dennoch auf der Straße vor dem Markt verwahrlost. Oder aber die Rollstuhlfahrerin, deren liebstes Hobby es ist, die Geschehnisse im Penny Markt bis ins Detail zu kommentieren, von den eingekauften Waren an der Kasse bis zum Kassasturz im Hinterzimmer.

Jedenfalls freue ich mich immer, wenn Sendungen dieses Formats im Fernsehen kommen oder ich sie gar bei YouTube finde. Eine sehr schöne Unterhaltung, und etwas informiert wird man auch.

Yeah baybe

25. Oktober 2007

Oh mein Gott! Eine 16-teilige Reportage über einen Penny-Markt auf der Reeperbahn! Meine Nacht ist gerettet.

Ihr Hirten und Schafe

23. Oktober 2007

Wisst ihr was? Langsam verliere ich den Glauben an die Menschheit. Und zwar den Glauben daran, dass sich in den Köpfen der Menschen irgendwann einmal etwas ändern wird.

Ausschlaggebend für diese These war ein Thread im Multimediaxis-Forum. Hierbei geht es um die eigene Gläubigkeit in Bezug auf Gott – und nachdem jeder schön brav seine Meinung dazu gesagt hat, kommt es selbstverständlich zur Diskussion. Das wäre ja völlig in Ordnung, wenn nicht eines der Fall wäre: Von beiden Seiten, also von Gottesgläubigen wie Atheisten/Agnostikern kommen wieder einmal die selben, alten „Argumente“, die schon so ausgelutscht und langweilig sind, dass es richtig weh tut. Da werden Dinge aufgeworfen und als Tatsachen präsentiert, die schon vor Jahrhunderten von diversen Philosophen, Naturwissenschaftlern und Theologien widerlegt oder aus der Welt geschafft wurden – und dennoch beschäftigt man sich immer noch mit diesem Schwachsinn.
Gut, man kann damit argumentieren, dass in diesem Forum vorwiegend junge Leute posten, aber einige ältere (um die 20-25) sind ebenso anwesend und verbreiten fleißig Halbwahrheiten und Uraltfloskeln. Ziemlich traurige Bilanz, wenn ihr mich fragt, immerhin sieht es andernorts nicht unterschiedlicher aus.

Ein Beispiel wäre hier eine Diskussion in einem Eintrag des Bestatter-Blogs. In dem Bericht geht es um ein schwules Paar, in dem einer der Partner gestorben ist und der andere nun die Trauerfeier arangiert, was der homophobe Vater des Verstorbenen gar nicht gerne sieht.
Und während ansonsten mit Unverständnis über den Vater Köpfe geschüttelt werden, hat ein User namens Ar-ras nichts Besseres zu tun, als wieder einmal über Schwulengemeinschaften (-Ehen kann man das ja immer noch nicht nennen) herzuziehen und zu glauben, er hätte Gottes Weisheit mit den Löffeln gefressen. Das tut er mit fragwürdigen Scheinargumenten à la „Die Ehe ist eine Sache der Kirche, und solange der deutsche Bundespräsident auf Gott schwört, ist das auch gerechtfertigt!“ oder „Gott hat die Liebe/Sexualität nur zwischen Mann und Frau vorgesehen! [Nicht weiter begründet]“ – auf Gegenargumente geht er natürlich nicht und wenn überhaupt nicht mit dem notwendigen Ernst ein.

Ich behaupte bestimmt nicht, dass nur eine Einheitsmeinung herrschen sollte, ganz im Gegenteil – Meinungspluralismus hat schon seine positiven Dinge. Wenn es allerdings um derart Essentielles wie den Fakt, dass Gott nicht beweisbar ist, oder die Akzeptanz von homosexuellen Lebensgemeinschaften geht, hat das nicht mehr viel mit Meinungen, sondern mit altbackenen Überresten längst nicht mehr aktueller Traditionen zu tun
Oder ganz einfach mit einer großen Menge an Unwissen.

Es geht bergab

23. Oktober 2007

Das passiert, wenn dem deutschen Staat die Legimation für verschärfte Gesetze gegen den Terrorismus ausgeht. Schnurstracks wird man, mit hanebüchernen Argumenten unterlegt, vom Brandstifter zum Terroristen, was der Regierung ja durchaus gelegen kommte – Verfahren wie die (Online-)Überwachung lassen sich bei einer etwaigen, natürlich ungerechtfertigten Verurteilung ja wunderbar in ihrer Nützlichkeit bestätigen!