Black my heart

11. Februar 2008

Langsam kommt die Zeit, in der man sich Gedanken über seine Planung bezüglich des diesjährigen Sommers machen sollte. Und damit meine ich hauptsächlich eines: Musikfestivals!

Das Problem ist bloß, dass mich keines der üblichen Festivals bisher wirklich begeistert. Als da wären:

Nova Rock (Nickelsdorf, Burgenland) – Na ja, wäre immerhin nahe und ich käme mit meiner Zivildienst-Vorteilscard umsonst hin. Was mir allerdings nicht so gefallen will, ist das Line-Up: Die Ärzte (gähn), Incubus (gähngähn), Beatsteaks, Subway to Sally – die üblichen Verdächtigen. Nicht, dass diese Bands in den letzten zwei Jahren schon auf so ziemlich jedem Festival gespielt hätten, nein…
Wirklich neu sind Acts wie In Flames, Disturbed, Bad Religion oder Sonic Syndicate, zumindest wenn man die letzten Festivaljahre bedenkt, wo diese Gruppen eher selten zu sehen waren. Das Problem ist bloß, dass sie mir nicht wirlich gefallen. Sie befinden sich auf der Stufe „ganz gut“ bis „nett“, aber mehr auch nicht. Und in Anbetracht der Tatsache, dass es sich dabei lediglich um Nebenacts handelt, die maximal eine Stunde Spielzeit bekommen werden: Nö, nicht mal der Auftritt von Enter Shikari berechtigt das Besuchen dieses Festivals.

Rock im Park (Nürnberg, Deutschland) – Große Namen wie Metallica, Rage Against the Machine, Die toten Hosen, HIM, Motörhead usw. zieren das Plakat dieses Festivals. Leider hat sich mein Geschmack in den letzten Monaten/Jahren stark gewandelt, weswegen ich auf dieses Zeug nicht mehr wirklich stehe. Interessant sind hingegen Kate Nash, Danko Jones oder auch Bullet For My Valentine, allerdings wieder nur als kleinere Künstler auf diesem Festival. Und irgenwie müssen einem ja zumindest zwei der großen Bands begeistern, damit es sich wirklich lohnt, oder? Eben. Und das ist hier erneut nicht der Fall.

Southside (Neuhausen ob Eck, Deutschland) – Damit wird es schon interessanter, denn gewisse hier auftretenden Gruppen interessieren mich doch sehr. Als da wären Panic! At the Disco, Radiohead, Oceansize, Enter Shikari und the one and only Sigur Rós – ja, diese Gruppe live zu erleben wäre schon ein großartiges Ereignis. Der Rest schwankt erneut zwischen „recht interessant“ und „brauch ich nicht wirklich“, Tocotronic, The Chemical Brothers oder Rise Against wären da so Fälle. Bisher ist dieses Festival aber doch noch am ansprechendsten, wahrscheinlich weil einige der von mir favoritisieren Bands wohl als Hauptact eingesetzt werden (wobei man Dauerplatzbesetzern wie den Beatsteaks oder Billy Talent bestimmt auch wieder viel Spielzeit einräumen wird).

Frequency (Salzburg, Salzburg) – Tja, bezüglich das Line-Ups gibt es hier noch nicht viel Information. Könnte so großartig wie letztes Jahr werden (ohne den Ausfall von Tool wäre es das ja auch geblieben… nein, war dennoch ein tolles Festival) oder aber total langweilig, da ist wohl alles offen. Man wird sehen.

Wacken Open Air (Wacken, Deutschland) – … ich steh immer noch nicht auf Metal.

Tja, da es diesbezüglich also nicht gerade rosig aussieht, warte ich lieber erst mal auf die vielen, kleinen Festivals in Deutschland, die sich schon im letzten Jahr quasi noch mittendrin eingeschlichen und dabei teils grandiose Bands aufspielen lassen hatten. Als Beispiele wären das Highfield- oder das Area-4-Festival zu nennen, die dieses Jahr bis auf die unnötigen Ärzte zwar noch kein Programm darbieten können, sich diesbezüglich aber durchaus noch etwas Gutes entwickeln könnte.

Es bleibt also offen, ob es doch noch das Southside wird oder nicht und wenn nein, ob ich wo anders hinfahre. Festivals sind alleine wegen der Stimmung ja immer gut, aber umso teurer sie werden, umso mehr achtet man auch auf die Bands, da knapp vier Tage lang Herumsitzen und Saufen mir auch keine 120 Euro wert sind.

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Das From-Autumn-To-Ashes-Konzert gestern war eines der besten seit langem, bzw. das beste seit langem. <3
Das lag nicht nur an der Musik, denn die war auch bei vorigen Konzerten gut – nein, hier stimmte einfach alles, die Stimmung, das Publikum, die Songwahl usw. Denn obwohl das Konzert wieder einmal von der kleinen in die große Halle der Arena verlegt wurde, war – nicht wie bei beispielsweise Bring Me The Horizon – so extrem viel los, dass vor der Bühne eigentlich nur noch ein einziges Gedränge herrschte. Also, doch, irgendwie war viel los und auch alles voll, nur eben vorm Bühnenbereich während eines der insgesamt fünf Konzerte irgendwie nicht so wirklich, was durchaus positiv aufzufassen ist, denn so hatte man Platz zum Rumhüpfen und war trotzdem unter gleichgesinnten Leuten, was die Sache nicht so fad machte wie Konzerte, bei denen zwar nicht viel los ist, dafür aber auch keiner so wirklich motiviert mitmacht.

Wie gesagt gab es noch vier Vorbands, wovon ich zuerst gar nichts wusste, da auf der Karte und im Internet immer nur „From Autumn To Ashes“ stand.
Zuerst spielten Your Demise, eine Hardcore-Band aus England, die eigentlich ziemlich cool waren. Gute Breakdowns und eine Stimme die so eine Mischung aus Geschrei und Gebrüll darstellte, eigentlich genau das, was mir gefällt. Am besten war wohl, als der Sänger von der Bühne sprang und einen Circle Pit startete – und dabei mit seiner Mikrofonschnur die ganzen Tänzer im Publikum einwickelte. :D Dass das wohl doch keine so gute Idee war merkte er wohl, als es ein paar von denen auf die Fresse haute und er dann auch nicht mehr wirklich singen konnte. Aber das war mir und wohl auch dem Sänger egal, weil’s toll aussah. Ja.
Dann kamen Blood Stands Still auf die Bühne, die so eine Art traditionellen New York Hardcore/Moshcore spielten. Wenig aufregend, die Riffs waren eher einfallslos und nur mit einer Gitarre gespielt, was dem Ganzen den Druck nahm. Die Stimme nervte auch, also nicht wirklich das Wahre.
Die dritte Band im Bunde waren Furious Styles, Rapcore aus Washington, DC. Der fette Sänger verstand es gut, das Publikum zu motivieren und hatte auch ’nen netten Flow drauf, aber das Genre ist halt nicht wirklich meins. Die allgemeine Stimmung konnte die Gruppe aber mächtig anheizen, das muss man ihr auf jeden Fall zugute halten.

Als letzte Vorband spielten Idiom, von denen ich bis eben nicht wusste wie sie heißen, da man sich die Namen von der Bühne ja nicht merkt, dieser aber auch sonst nirgends aufschien. War wohl irgendwie kurzfristig, denn ein Mädel, mit dem ich gequatscht hab, wusste auch nur was von drei Vorbands.
Na ja, Idiom also spielten so typischen Post-Hardcore mit ziemlich harten Parts, aber auch einigen mit cleanem Gesang und effektgeladenen Gitarrenmelodien, was eigentlich durchwegs gut klang. Tja, die CD um fünf Euro hätte ich mir wohl kaufen sollen, aber damals wusste ich ja auch noch nicht, dass die das waren… und so.

Ja, dann also FATA. Diese kündigten gleich an, dass dies ihre erste Show in Wien wäre, weswegen sie auch einige ältere Klassiker spielen wollte und nicht nur neues Zeugs – gut so, auch wenn ich die Band schon bei Rock im Park gesehen hab, da aber nur für 30 Minuten. Begonnen wurde mit Pioneers, dann hab ich die genaue Setlist nicht mehr im Kopf, ich weiß nur noch so ungefähr die Songs (aber ohne passende Reihenfolge): Reflections, The After Dinner Payback, No Trivia, On the Offensive, Recounts and Recollections, Everything I Need, Travel, Take Her to the Music Store, Pioneers, Short Stories With Tragic Endings (das war natürlich die Zugabe und somit der höchst treffende Finalsong) und sicher noch einige andere, die mir jetzt aber nicht einfallen wollen. Seltsamerweise aber nichts von „Abandon Your Friends“, obwohl diese Platte sehr viele geile Lieder hat. Deth Kult Social Club hätten sie auch noch ruhig spielen können, aber ansonsten war das eine echt geile Setlist. (Warum schreib ich das eigentlich, die Band hört doch eh keiner der Blogleser… na ja, man muss ja was für die Nachwelt aufheben oder so.)

Ja, Francis Mark (der jetzige Sänger und frühere Drummer) spielte auch ein paar Lieder an den Drums und sang gleichzeitig, da der gewöhnliche Schlagzeuger ja mit Knochenbrüchen zu Hause liegt. Teilweise übernahm diesen Part auch der Drummer einer anderen Band, aber eben nicht immer, was auch recht cool war, außer bei Reflections, da hätte man sich so schön das Mikro schnappen und eine Zeile reinbrüllen können, aber na ja. :/

Also genug der Post-Euphorie, es war jedenfalls ein ganz toller Abend und ich hätte noch gerne mit den Bandmitgliedern beim Merchandise-Stand gequascht, aber die letzte U-Bahn wartet halt nicht auf mich. Nächstes Mal oder so!

Uz Uz Uz Uz

27. Oktober 2007

Foundations

20. Oktober 2007

Jeder der den britischen Akzent so sehr liebt wie ich (und zufällig vielleicht noch männlich ist, dann wird’s nämlich besonders schnuckelig) sollte sich diese Künstlerin sofort anhören:

http://www.myspace.com/katenashmusic

Sofort!

WTF

20. Oktober 2007

Ich versteh’s echt nicht.

Ok, ich muss zugeben, mir gerade dieses Video angesehen zu haben. (Es war Eves Einfluss!) Und wieder einmal hab ich mir den Kopf zerbrochen, wieso diese Volldeppen da auf der Bühne diese absurden Tänze vollführen müssen. Klar, die Musik kommt vom Band und irgendwas müssen sie ja machen. Aber da die Boygroup ohnehin schon so tut, als würde sie singen (sind die Headsets nicht putzig?), könnte sie das auch auf zivilisierte Art machen – mit ordentlichen Kabelmikros in der Hand (bzw. vor dem Mund), dafür aber ohne Rumgehopse.
Oder anders gesagt: Brauchen die Fans diesen Schmodder wirklich so sehr, dass zu jedem Song eine eigene Choreografie erstellt werden muss, die sich in ihrer Lächerlichkeit ohnehin nicht voneinander unterscheiden? Reicht es nicht, den fünf schnuckeligen Jungs einfach auf der Bühne zuzusehen, ohne dass sie was Besonderes machen? Die Mädels kreischen doch ohnehin schon beim Anblick dieser mehr oder weniger testosterongefüllten Wesen, wozu dann die ganze Aufregung?

Vielleicht wären diese ganzen Retorten-Casting-Popboygroupbands sogar um ein kleines Stück besser, würde der Fokus nicht auf das Getanze, sondern auf die Musik an sich gelegt werden. Bei anderen Bands klappt’s doch auch.
Aber das ist natürlich nur eine Vermutung – ob wir es jemals erfahren werden?

Booah

5. Oktober 2007

Gestern mitten in der Nacht Tool zu hören kam so geil!
Ganz laut, mit Bassverstärkung, Kopfhörern und Playbacksingen. Ænima = bestes Album überhaupt.

Currently listening to…

8. September 2007

Alexisonfire – Watch Out!
(Post-Hardcore/Emocore)
Wohl eine der besten Platten überhaupt, obwohl ich sie erst vor kurzer Zeit entdeckt habe. Auf diesem Stück Musik gibt es nur gute, sehr gute oder geniale Songs. Letztere überwiegen dabei.

Heavy Heavy Low Low – Everything’s Watched, Everyone’s Watching
(Hardcore/Mathcore)
Hab ich auf dem Fear-Before-Konzert kennen gelernt, wo sie als Vorgruppe spielten. Sehr energiegeladene Riffs, die sich mit hammerschwerem Gitarrengehämmere ablösen, dazu Sänger Robbie Smith als Schreiikone schlechthin. Großartig!

she – days
(Electronic/Breakbeat/Chiptunes)
Pjat Lain zeigt es wieder einmal allen und bringt erneut ein fantastisches Stück elektronische Musik ans Tageslicht, dessen Tracks leider wie immer viel zu kurz sind. Andererseits bleibt so die Intensität viel besser erhalten, und zur Not hört man’s eben noch mal… und noch mal… und…
[Downloadlink]

Broken Social Scene – Broken Social Scene
(Indie Rock/Alternative/Art Rock)
Ein rundum perfekteres Album gibt es kaum (wahrscheinlich, weil es nicht einmal eine Steigerungsstufe von „perfekt“ gibt), stimmungsvolle, zwischen allen Emotionen schwankende Musik, bei der jeder der ca. 20 Musiker dieser Supergroup intelligent zum Zuge kommt und somit eine wundersame Mischung an Klängen auftritt.

Pelican – Australasia
(Post Metal/Doom Metal)
Musste mal wieder sein – die Intensität dieses Albums, die in den verschiedensten Facetten auftritt, ist einfach unglaublich. Selten war harte Instrumentalmusik derart vielsagend, derart mitteilend.

————

Mit meinem persönlichen Sampler geht es voran, er wird in drei Teile gegliedert werden, die alle ein unterschiedliches Artwork bekommen und thematisch den Gruppen „Self“, „Love“ und „Friendship“ zugeteilt sind.

Elektrohasch

7. September 2007

Was man im Internet so alles findet…
I-Doser bietet ein zweifellos revolutionäres Konzept, und zwar auf dem Bereich der Gehirnstimulation:

Auf der heruntergeladenen Software lassen sich bestimmte Audio-Dateien, „Doses“, abspielen, die, so verspricht es die Firmenwebsite, mit bestimmten Klängen die verschiedenen Gehirnareale stimulieren und so Gefühle wie Entspannung, Aufregung, Erregung oder ganz allgemein Halluzinationen auslösen können. Versprochen wird, dass bei der richtigen Anwendung (schallabdichtende Kopfhörer, abgedunkelter Raum, bei Entspannung hören) die ungewöhnliche Musik sogar den Effekt echter Drogen simulieren und sie somit ersetzen kann. Zu hören gibt es dafür Rauschen, trommelnde Regentropfen, Pfeifen und andere abstrakte Geräusche, die die jeweilige Wirkung hervorbringen sollen.

Gratis ist das Ganze aber natürlich nicht, bis auf zwei Probe-Dosen muss man die Geräuschansammlungen auf CDs oder als MP3s kaufen. Die gibt es bisher in zwei Ausführungen: Einmal das „Trip, Nitrous, Rave, and Absinthe“-Paket (das vor allem eher aufwühlen und Emotionen hervorbringen soll) sowie das „Marijuana, Cocaine, Opium, and Peyote“-Set, womit man natürlich hauptsächlich Halluzinationen, Beruhigung und Entspannung erleben soll.
Wer den Hang zum Selbstexperiment hat, kann sich auf der Website unter „Free Doses“ die zwei erwähnten Gratis-Dosen downloaden (bzw. drei bei Forums-Registrierung), oder aber auf der MySpace-Seite des Unternehmens direkt den „Marijuana“-Sound erfahren.

Mein Testbericht kommt morgen, nachdem ich die Sache heute Nacht ausprobiert werden habe. Meine Verstärker-Kopfhörer scheinen dafür ideal, mit dem Laptop kann ich mich ins Bett legen… wunderbare Voraussetzungen, oder?

Website: I-Doser.com
MySpace: myspace.com/idoser

Free-kwan-zee

19. August 2007

Soo, ich bin wieder da. Eigentlich schon seit gestern, aber na ja, Müdigkeit nach teils schlaflosen Nächten und so. Frequency war eigentlich recht cool, das größte Problem war eigentlich, dass Tool abgesagt haben. :/

Aber alles der Reihe nach:
Am Mittwoch trafen wir uns am Bahnhof, Sebi, Ina, Betti und ich. Nadine tauchte irgendwie nicht auf, also setzten wir uns schon mal in den Zug in unsere reservierten Abteile – was sich also gute Idee herausstellte, denn die vielen Festivalbesucher waren schon jetzt nicht zu übersehen.
Nach einigen Anrufen und SMS fuhr der Zug dann ab – ohne Nadine, warum, weiß ich immer noch nicht.

Die Fahrt ging eigentlich schnell rum, zu viert passt das schon. :D Ansonsten gab’s noch ’ne Visions zu lesen, die uns noch einige einsame Stunden versüßen sollte. *hust* Angekommen sind wir dann so um 18 Uhr, auch dort war der Bahnhof rappelvoll. Also ging’s zuerst zum Burger King, dann zum Eurospar und anschließend zum Shuttlebus (oder auch „Schuttlebus“, wie man ihn in Salzburg schreibt…), die Fahrt war zwar holprig, aber schon in Ordnung. Schnell ging’s auch.

So, dann erst mal reingehen und einen Platz suchen – was nicht unbedingt einfach war, schließlich war schon jetzt fast alles voll. Sebi und Ina nahmen dann einen ziemlich nahe am Eingang, aber der Campingplatz war ohnehin in zwei Teile geteilt und so jeder einzelne nicht sonderlich groß.
Nach dem Aufbau des Zeltes war es schon recht dunkel und wir verbrachten den Abend im Grunde mit Blödlereien im Zelt bzw. Spaziergängen über den Zeltplatz.

Am nächsten Morgen dann der Schock: „Tool abgesagt – Sänger erkrankt!“. Damit war der Tag schon mal versaut, immerhin war das einer der Hauptgründe, weswegen Sebi, Ina und ich überhaupt hingefahren sind. Na ja, es ging trotzdem weiter und im Kerngelände wurde dafür erst mal jede Menge Gratiskram abgestaubt, T-Shirts, Feuerzeuge, Flip-Flops, Lanyards und das ganze Zeug. Dann ging’s damit noch mal zurück zum Zelt und anschließend zur Race Stage für Trail of Dead. Reviews dazu und zu allen anderen besuchten Konzerten gibt’s natürlich auf Insight the Outside. ;)
Danach gab’s die Eagles of Death Metal (mit meinem neuen Shirt!), sehr geil, leider hat die Betti gegen Ende einen Stagediver auf den Kopf bekommen. Bin dann mit ihr ins Zelt gegangen, da mich an dem Tag sowieso keine Band mehr interessierte – Sebi und Ina folgten auch bald, aber da haben wir schon geschlafen – leider nicht sonderlich gut, da sich irgendwelche Spasten einbilden mussten, um 3 Uhr in der Nacht vor unserem Zelt Fußball zu spielen, was natürlich nicht gerade leise von statten ging.
Ich meine, dass man sich keine Lammesstille auf einem Festival erwarten kann, ist mir schon bewusst, aber der Lärm war wirklich übertrieben. Lag aber bestimmt auch an dem Knotenpunkt, an welchem unser Zelt gelegen war. Nächstes Mal geht’s in die Tiefen des Zeltplatzes…

Am nächsten Morgen ging’s wegen der Hitze im Zelt wieder ziemlich früh auf die Beine, da man aber erst um 13 Uhr ins Kerngelände konnte, warteten wir eben wieder im Zelt bzw. besorgten uns Wasser und was zu essen. Dort streiften wir dann etwas herum, sahen uns die Verkaufsstände an und gingen dann zu Fotos, die recht nett waren. Wir saßen aber dennoch nur im Gras vor der Green Stage herum, hören und sehen konnte man aber dennoch gut. Während !!! sind wir dann aber gegangen, die waren auch etwas zu… seltsam. Ich meine, nichts gegen seltsame Musik, aber diese konnte nicht so richtig überzeugen. Na ja, anschließend standen Juliette and the Licks und danach MIA. auf dem Programm, auch nicht viel besser, aber Betti und ich verschwanden mittendrin ohnehin zu Jimmy Eat World. :D
Für die Beatsteaks setzten wir uns dann auf einen Hügel ins Gras, mittlerweile regnete es schon ziemlich heftig. Ja, Regen. Am ersten Tag noch Hitze, danach eigentlich nur noch schlechtes Wetter, leider, leider. Immerhin gab es aber eine große Videowall, mit der man sogar in die Zukunft sehen konnte! Soll heißen, die Bilder kamen immer schon ca. 1 Sekunde vor dem Ton an, warum, weiß ich nicht. Vor der Bühne war der Ton perfekt und so weit weg war die Videowall auch nicht. Na ja, vielleicht lag’s an den vorderen Boxen.
Betti blieb dann sitzen und ich verschwand zu den Nine Inch Nails, geplant war ja zuerst, in den Wavebreaker zu gehen, aber nix da – der war voll mit Ärzte-Fans, die den scheinbar schon stundenlang belagerten. Na ja, über das Konzert könnte ich mich stundenlang auslassen – nicht wegen der Performance, die war eigentlich recht cool, nein, es waren die nervenden Ärzte-Fans, die mich wütend machten und es immer noch tun. „Wir wollen die Ärzte sehen!“-Rufe während der ruhigen Lieder, gelangweilte Penner die nur herumsaßen (und das in den ersten Reihen) sowie fliegende Becher Richtung Bühne. Zum Glück waren um mich herum ein paar NIN-Fans, die mit mir abgingen, aber dass das reiner Zufall war, wurde mir schnell bewusst. Ich konnte den Amerikaner, der mit mir nach dem Konzert den Bühnenbereich verließ und wütend „Fucking germans, enjoy your german fucking band!“ rief, sehr gut verstehen. Auch wenn bestimmt nicht alle Ärzte-Fans dort so waren und die Band im Grunde nichts dafür kann, mag ich sie jetzt noch weniger. Die Hauptschuld liegt zudem auch bei den Veranstaltern, die sich einbildeten, NIN zwischen die Beatsteaks und Die Ärzte legen zu müssen. Dümmer geht’s kaum.

Wie auch immer, danach ging es zum Zelt (es war schon verdammt kalt), Sebi und Ina, die derweil bei Jan Delay waren, hielten es auch nicht länger aus und waren sogar schon dort. Ans Schlafen war aber dennoch nicht zu denken, denn statt fußballspielenden Halbwüchsigen durften wir diese Nacht zwei Besoffene ertragen, die Vodka im Gegenzug für irgendwelche Kunststückchen allen Vorbeigehenden anboten. Natürlich wieder einen Meter von unserem Zelt entfernt.

Freitags begann ähnlich wie die letzten Tage, erste Band waren dieses Mal Gods of Blitz, eine Indie-Band aus Berlin, die recht cool waren. Danach gingen wir zum ersten Mal in den Wellenbrecher (der erstaunlich leer war) um The Locos zu sehen, die echt geil waren! Ska aus Spanien, mit viel Witz und tollen Kostümen, die Party ging jedenfalls richtig ab! Weniger anschließend bei Fall Out Boy, die waren aber trotzdem recht gut. Irgendwie haben sie aber im Gegensatz zu The Locos verdammt kurz gespielt, zumindest kam mir das so vor.
Eigentlich wollten wir dann noch auf Billy Talent warten und derweil Millencolin ansehen, aber dafür war es uns nach einer Stunde viel zu kalt. Madsen haben wir noch teilweise mitbekommen, irgendwann kapitulierten wir dann aber (ohohoo~) und gingen ins Zelt, wovor ausnahmsweise keine Party abging, dafür später aber lautstark ein schon angekokelter Pavillion zerstört wurde.

Am nächsten Morgen hieß es Tagwache um 7 Uhr, damit wir noch den Zug um 9 Uhr erwischen, da Sebi und Ina noch ins Burgenland mussten. Klappte auch alles recht gut, um 9:10 Uhr fuhren wir los und erwischten auch ohne Reservierung (die hätte erst für 14 Uhr gegolten) noch einen Viererplatz im Zug. Die meiste Zeit schliefen wir aber ohnehin, da uns die Nächte viel abverlangt hatten. Dazwischen wurden zum fünfzigsten Mal die Visions oder (dann auch nicht mehr wirklich aufregend) der zweitneuste Musikexpress gelesen.
Nach der Ankunft in Wien fuhr ich dann heim, Sebi und Ina zum Südbahnhof und Betti auch zu sich nach Hause.

So, keine Ahnung, wie viel ich jetzt vergessen habe, aber hoffentlich hat man doch einen halbwegs guten Eindruck vom Festival bekommen. ;) Allgemein lässt sich sagen, dass wir noch ziemlich viel Glück hatten, bei all dem Blödsinn, der sich dort offenbar abgespielt hat: Trockeneisbomben, explodierende Gasflaschen (hörte man auch ziemlich deutlich), angezündete Zelte und Klos, Diebstähle und so weiter standen auf der Tagesordnung. Wir hatten wie gesagt keine Probleme damit, was aber wohl mehr Zufall als sonst etwas war.
Ansonsten nervte natürlich der Regen und der dadurch verschlammte Boden auf dem Zeltplatz, sowie die teuren Preise und die Fülle an Menschen, die eindeutig zu viel war für den zur Verfügung gestandenen Platz. Insgesamt aber doch ein gutes Festival, trotz der Tool-Absage.

Signals Set Fire

9. August 2007

Endlich gibt’s ein geregeltes Line-Up fürs Frequency-Festival!
Und obwohl ich eigentlich gar nicht so viele Bands sehen will und hauptsächlich wegen Tool und NIN dorthin komme, überschneiden sich natürlich gleich mal am ersten Tag zwei ebenfalls interessante Gruppen – in dem Fall Trail of Dead und die Dandy Warhols. Egal.

Hier mein vorläufiger Zeitplan:

Mittwoch (15.08.)
17.10 – 18.00 TRAIL OF DEAD (Race Stage)
18.30 – 19.20 EAGLES OF DEATH METAL (Race Stage)
23.20 – 01.00 TOOL (Race Stage)

Donnerstag (16.08.)
19.05 – 19.55 JIMMY EAT WORLD (Green Stage)
21.00 – 22.00 BEATSTEAKS (Race Stage)
22.30 – 00.00 NINE INCH NAILS (Race Stage)
00.30 – 02.30 DIE ÄRZTE (Race Stage)

Freitag (17.08.)
19.50 – 20.50 FALL OUT BOY (Race Stage)
23.30 – 00.50 BILLY TALENT (Green Stage)

Dabei frage ich mich gerade: Was ist mit +44? Die standen mal im Line-Up, sind jetzt aber irgendwie wieder weg. Blöd für meine Freundin, die die gerne sehen wollte – ich hätte auch nichts dagegen gehabt, „When Your Heart Stops Beating“ klingt ja doch recht anständig.
Na ja, das Festival wird ohnehin eines der Spontanbesuche – Jimmy Eat World oder die Beatsteaks kenne ich beispielsweise beide kaum, die Ärzte mag ich bis auf wenige Ausnahmen nicht sonderlich. Warum ich’s mir trotzdem ansehe? Live-Erfahrungen sammeln, vielleicht sind entsprechende Bands darin ja ganz gut oder überzeugen mich generell mit neuem Liedmaterial. Ansonsten wäre mein Plan auch ziemlich kurz, kann also sein, dass während des Festivals sogar noch Bands hinzukommen, die ich mir spontan gebe.

Anschließend wird es natürlich wieder Konzertberichte auf meinem Musikblog geben.