The always open mouth

10. Oktober 2007

Ich weiß ja nicht wie das in Deutschland ist, aber hier in Wien nervt mich in letzter Zeit eines ganz besonders: Durchsagen in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Nicht nur, dass die nächste Station im Bus, der U-Bahn oder sonst wo angesagt wird – das wäre ja normal. Nein, mittlerweile übertreibt man es echt. Da wird man darauf hingewiesen, dass man einsteigen solle, da der Zug ja abfährt, in welcher Richtung der nächste Bahnsteig ist (als würde man das nicht ohnehin sehen) und seit neustem auch mit einer unglaublich nervigen Kinderstimme, dass man seine Zeitungen nicht im Zug zurücklassen soll. (Warum eigentlich nicht? Ich freu mich immer, wenn ein freier Platz mit einer Zeitung besetzt wird, während am Zeitungsstand zwei Stunden nach Auslegung kein einziges Exemplar mehr mitnehmbar ist.)

So, und in der Schnellbahn wird die Sache noch höher getrieben. Hier gibt es standardmäßig zwar nur die Ansage der nächsten Station, dafür aber zwischen sämtlichen Stationen eine einminütige, formal unglaublich ausgeschmückte Durchsage, mit dem Inhalt: Ab November fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Als ob das nicht genug wäre, gibt es zur Abwechslung auch hier den Hinweis, den Wagon nicht zu verschmutzen, ebenfalls eine Minute lang.

Ich meine, hallo? Sind die Leute heutzutage wirklich so dumm, dass man ihnen alles vorsagen und -kauen muss, oder werden sie bloß dafür verkauft? Ich find’s jedenfalls unglaublich lästig – was mir allerdings erst jetzt, wo ich keinen iPod habe, auffällt. Ansonsten dröhnt mir sowieso standardmäßig Musik durch den Schädel.

3 Antworten to “The always open mouth”

  1. Betz said

    Ich fand dieses „Ausstieg links“ am Anfang total lächerlich.. und hab ich mich schon daran gewöhnt..
    aber diese Kinderstimme nervt wirklich extrem.. ich hab dir eh davon erzählt.. ich bekomm dann so Aggressionen. D:

  2. lias! said

    ui das is ja hefitg xD
    und ne, sowas gibs bei uns ned xD bzw. ned ganz so schlimm..
    die sagen einem (in der straßenbahn), wie die nächste haltestelle heißt und in welche richtungen man umsteigen kann bzw. welche andere straßenbahnlinien. was ich daran nur dämlich find: die nette frauenstimme sagt in welche richtung die straßenbahn fährt. und dann noch: „in alle anderen richtungen, bitte umsteigen! =D“ ja? echt? umsteigen? weil ich in ne andere richtung will? achso! =D
    im zug is das aber toll, wennse dann 5 minuten lang ansagen wie der nächste bahnhof heißt und auf welchem gleis man noch welche züge um wieviel uhr kriegt. :A
    naja. krieg ich alles aber nich mit weil ich verstöpselt bin (H)

  3. Nathrael said

    Hey, noch jemand der genauso wie ich über die U-Bahn-Durchsagen denkt ;) . Aber bis auf die Kinderstimme finde ich die Durchsagen in der U-Bahn ja noch in Ordnung; „Austieg links“ könnte ja für Sehbehinderte noch hilfreich sein, „Zug fährt ab“ halte ich für sinnvoll, da die…unvorsichtigeren Leute (auch wenn diese es mMn manchmal wirklich nicht besser verdient hätte) somit den Zeitpunkt wissen, wann sie aufhören sollten, zu Nahe an der Tür zu stehen oder jemandem außerhalb des Zuges die Hand zu schütteln.

    Zu letzterem Absatz („Sind die Leute wirklich so dumm…“) muss ich dir leider jedoch sagen, dass dies auf den Großteil der Menschen, die ich bisher gesehen habe, zutrifft. Eigendenkinitiative kommt selten – die Leute sind schlicht und einfach zu faul, um ihre Hirnzellen mal ein wenig zu benutzen. Naja, es muss wohl eben auch solche geben…

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